Bereits im September 2025 musste der Autohersteller BMW über 136.000 Fahrzeuge in Deutschland in die Werkstatt zurückrufen, wie aus der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht. Jetzt gibt es einen weiteren Rückruf: In Deutschland sind 28.582 Autos aus mehreren Modellreihen betroffen, informiert die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf den Münchner Autobauer. Als Erstes hatte das Fachmagazin kfz-betrieb darüber am 10. Februar 2026 berichtet.
Auto-Rückrufaktion bei BMW im Februar 2026: Was ist der Grund?
Grund für den Rückruf sind Probleme mit dem Starter. Nach Angaben von BMW haben Produktkontrollen ergeben, dass bei einer hohen Anzahl von Startvorgängen ein erhöhter Verschleiß im Magnetschalter auftreten kann. In der Folge könne sich das Fahrzeug schlechter oder unter Umständen gar nicht mehr starten lassen.
Zudem sei ein Kurzschluss möglich, der eine lokale Überhitzung am Starter verursachen könne. Im ungünstigsten Fall könne dies während des Betriebs zu einem Fahrzeugbrand führen. Rauchentwicklung könne dabei während der Fahrt oder nach dem Abstellen des Fahrzeugs sichtbar oder wahrnehmbar sein. Unfälle oder Personenschäden sind in diesem Zusammenhang noch nicht bekannt, berichtet Auto, Motor und Sport.
BMW-Rückruf: Welche Auto-Modelle sind betroffen?
Laut kfz-betrieb sind folgende BMW-Modelle betroffen:
- 2er-Coupé (Modellcode: G42)
- 3er-Limousine (G20)
- 3er-Touring (G21)
- 3er-China-Langversion (G28)
- 4er-Coupé (G22)
- 4er-Cabrio (G23)
- 4er-Gran-Coupé (G26)
- 5er-Limousine (G30)
- 5er-Touring (G31)
- 6er-Gran-Tourismo (G32)
- 7er-Limousine (G11, G12)
- X3 (G01)
- X4 (G02)
- X5 (G05)
- X6 (G06)
- Z4 (G29, auch der baugleiche Toyota Supra)
Betroffen sein könnten laut BMW Fahrzeuge mit einem Starter-Relais aus dem Produktionszeitraum Juli 2020 bis Juli 2022. Der Fahrzeugbauzeitraum lasse sich jedoch nicht eindeutig eingrenzen, da die Transportwege zwischen Starter- und Fahrzeugproduktion variieren. Zudem seien potenziell auch Autos betroffen, bei denen im Rahmen einer Reparatur ein fehlerhafter Starter nachträglich eingebaut wurde.
Rückruf: Woher weiß ich, dass mein Auto betroffen ist?
Und woher weiß man sicher, ob sein eigenes Auto betroffen ist? Laut ADAC können Fahrzeughalter auf einer BMW-Webseite prüfen, ob ihr Auto von der Rückrufaktion betroffen ist. Die genaue Zuordnung erfolgt anhand der individuellen Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN), die BMW-Besitzer deshalb zur Hand haben sollten. Sie besteht aus 17 Zeichen. Laut BMW findet man sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) beziehungsweise in der Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) oder in der BMW-App.
Laut Auto, Motor und Sport benachrichtigt BMW aber jetzt auch die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge.
Empfehlungen für BMW-Besitzer: Was sollten Autofahrer jetzt tun?
BMW empfiehlt wegen der Kurzschluss- und Brandgefahr, Fahrzeuge nicht mit laufendem Motor unbeaufsichtigt zu lassen. Autobesitzer der betroffenen Modelle sollten zeitnah mit ihrem BMW in die Werkstatt fahren, um Risiken zu vermeiden.
Wie das KBA informiert, sind Fahrzeughalter für den verkehrssicheren und vorschriftsmäßigen Zustand ihres Fahrzeugs verantwortlich. Zu ihrer eigenen und der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer ist die Teilnahme an einem Rückruf daher verbindlich. Die Nichtteilnahme an einer Rückrufaktion kann zur Einleitung einer Betriebsuntersagung führen. Das heißt, dass die örtlich zuständige Zulassungsbehörde die weitere Benutzung des Fahrzeugs im öffentlichen Verkehr untersagen kann, erklärt das Amt auf seiner Webseite.
Bei allen potenziell betroffenen Autos muss der Starter ausgetauscht werden, erklärte ein Konzernsprecher gegenüber kfz-betrieb. Bei einigen Fahrzeugen muss zusätzlich die Batterie ersetzt werden, die an den neuen Starter angepasst ist. Eine Reparatur sollte nicht länger als zwei Stunden dauern. Die Kosten für Reparaturen an vom Rückruf betroffenen Fahrzeugen trägt BMW nach eigenen Angaben.
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