Zu Beginn des Jahres 2026 kam es in der Autobranche zu mehreren Rückrufaktionen. Volkswagen musste rund 100.000 Elektroautos wegen Brandgefahr zurückrufen, der bayerische Autobauer BMW startete eine Rückrufaktion von 30.000 Fahrzeugen wegen ähnlicher Probleme und Ford rief Autos weltweit fast 600.000 Autos wegen eines Defekts der Batterie zurück. Nun kommt es zu einem weiteren Rückruf in der Branche. Allerdings geht es nicht um Autos, sondern um Reifen des Herstellers Michelin.
Michelin-Rückrufaktion: Welche Reifen sind betroffen?
Die Rückrufaktion wurde von der Michelin Gruppe gestartet. In der entsprechenden Pressemitteilung gibt der französische Konzern an, dass Reifen des Modells „MICHELIN PRIMACY 5 ENERGY“ in der „Dimension 205/60R16 92H“ betroffen seien. Insgesamt geht es um 253 Reifen, die in acht Ländern innerhalb der Europäischen Union (EU) verkauft wurden. Eines der Länder ist Deutschland, die anderen werden in der Mitteilung offengelassen.
Die betroffenen Reifen sollen in den beiden letzten Januarwochen 2026 hergestellt worden sein. Laut der Michelin Gruppe haben die eigenen Qualitätskontrollsysteme festgestellt, dass die betroffenen Reifen „im Laufe der Zeit langsam Druck verlieren können“. Der Hersteller betont, dass es sich um einen freiwilligen Rückruf handelt, der als „proaktive und vorbeugende Maßnahme“ bezeichnet wird. „Bislang wurden keine ungewöhnlichen Druckverluste bei diesem Produkt gemeldet. Es besteht jedoch das Risiko eines langsamen Reifendruckverlusts, was die Sicherheit beeinträchtigen könnte“, informiert die Michelin Gruppe.
Die wichtigsten Informationen zur Rückrufaktion von Michelin im Überblick:
- Hersteller: Michelin Gruppe
- Modell: MICHELIN PRIMACY 5 ENERGY
- Nummer: 205/60R16 92H
- Stückzahl: 253
- Herstellungszeitraum: 3. und 4. Januarwoche 2026
- Betroffene Länder: acht EU-Länder (darunter Deutschland)
Reifen-Rückruf: Was können Betroffene tun?
Wer Michelin-Reifen des betroffenen Modells gekauft und montiert hat, sollte handeln. Laut dem ADAC kann ein niedriger Reifendruck nicht nur die Reifen schädigen, sondern auch gefährlich werden. Die Kurvenlage werde schlechter und der Bremsweg länger. Die Fahreigenschaften würden sich bereits ab einem halben Bar zu wenig merklich verändern. Ist der Reifendruck deutlich zu niedrig, kann ein Reifen platzen.
Von dem Michelin-Rückruf Betroffene sollten daher so schnell wie möglich den entsprechenden Händler aufsuchen. Laut der Michelin Gruppe sind alle Händler informiert und dazu aufgerufen, betroffenen Kunden einen Ersatz anzubieten. Wer mit zurückgerufenen Reifen zum Händler geht, erhält demnach nicht betroffene Reifen des Modells „MICHELIN PRIMACY 5 ENERGY“ in der Dimension „205/60R16 92H“.
Auch interessant: Ein Reifentest des ADAC hat ergeben, dass teurere Reifen nicht zwangsläufig auch besser und sicherer sind.
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