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Vorsicht vor Abzocke beim internationalen Führerschein: So erkennen Sie Fake-Websites

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Vorsicht vor Abzocke beim internationalen Führerschein: So erkennen Sie Fake-Websites

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    Online lauern einige Fake-Websites, über die ein internationaler Führerschein angeblich beantragt werden kann. So schützen Sie sich vor Betrug.
    Online lauern einige Fake-Websites, über die ein internationaler Führerschein angeblich beantragt werden kann. So schützen Sie sich vor Betrug. Foto: Bernd Leitner, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Wer im Ausland Auto fahren möchte, benötigt in vielen Ländern einen internationalen Führerschein. Dieser muss vor der Reise beantragt werden. Laut Verwaltung Bund, einer Plattform des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung, erfolgt die Beantragung in der Regel bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde am jeweiligen Wohnort. In Karlsruhe etwa gilt laut offizieller Website der Stadt: Wer im Stadtkreis wohnt, wendet sich an die Führerscheinstelle der Stadtverwaltung, im Landkreis ist das Landratsamt zuständig.

    In einigen Kommunen kann der internationale Führerschein inzwischen auch online beantragt werden. Im Internet lauern jedoch zahlreiche unseriöse Angebote. Einige Websites versprechen, den Führerschein für das Fahren im Ausland innerhalb weniger Minuten auszustellen – tatsächlich handelt es sich dabei jedoch häufig um Betrugsseiten.

    Welche Websites besonders riskant sind, wie man seriöse Anbieter erkennt und welche Folgen drohen, wenn man auf solche Maschen hereinfällt, erfahren Sie in diesem Artikel.

    Internationalen Führerschein online beantragen: Wie gefährlich sind Fake-Websites?

    Persönliche Daten eingeben, ein Foto von sich und dem Führerschein hochladen – und kurze Zeit später den internationalen Führerschein als PDF erhalten. Einen Führerschein, der angeblich drei Jahre gültig sein und in mehr als 150 Ländern anerkannt werden soll. Das soll, wie das IT-Magazin heise.de berichtet, auf diversen Websites möglich sein.

    Die Kosten liegen je nach Anbieter zwischen 50 und 70 Euro. Wer das Dokument zusätzlich ausgedruckt zugeschickt bekommen möchte, zahlt teilweise sogar bis zu 150 Euro. Dabei kostet ein echter internationaler Führerschein laut ADAC nur um die 15 Euro.

    Nicht nur die ungewöhnlich hohen Kosten lassen diverse Anbieter unseriös wirken. Wer dort persönliche Daten eingibt, geht laut heise.de möglicherweise ein erhebliches Risiko ein. Denn bei mehreren Anbietern sollen sensible Kundendaten ungeschützt im Internet gespeichert und teilweise frei abrufbar gewesen sein, darunter Namen, E-Mail-Adressen, Handynummern sowie Fotos von Führerscheinen und Unterschriften.

    Zusätzlich zum möglichen Datenklau und Geldverlust drohen laut International Drivers Hub (IDH) weitere Probleme: Wer mit einem gefälschten internationalen Führerschein im Ausland unterwegs ist, könnte Schwierigkeiten bei Polizeikontrollen, Autovermietungen oder im Schadensfall mit der Versicherung bekommen.

    Seriöser Anbieter oder Betrugsmasche? So erkennen Sie Fake-Seiten beim internationalen Führerschein

    Ob es sich um einen seriösen Anbieter oder eine betrügerische Website handelt, ist für manche Verbraucher nicht sofort erkennbar. Der IDH nennt deshalb bestimmte Warnzeichen, die bei der Einschätzung helfen können.

    Diese Hinweise sprechen für eine Betrugsseite:

    • Die Website besitzt keine HTTPS-Verschlüsselung und gilt damit als unsicher.
    • Es wird mit Aussagen wie „keine Dokumente nötig“ geworben.
    • Der internationale Führerschein soll angeblich in wenigen Minuten und ohne Prüfung ausgestellt werden.
    • Angaben zum Unternehmen oder Kontaktmöglichkeiten fehlen.
    • Bewertungen wirken auffällig positiv oder möglicherweise gefälscht.

    Diese Hinweise sprechen für einen seriösen Anbieter:

    • Hinter der Website steht ein registriertes Unternehmen.
    • Es wird klar darauf hingewiesen, dass der internationale Führerschein auf dem EU-Führerschein basiert.
    • Zahlungs-, Versand- und Rückgabebedingungen sind offen einsehbar.
    • Ein Kundenservice ist erreichbar und beantwortet Rückfragen.

    Autofahren im Ausland: Vor diesen Anbietern für internationale Führerscheine wird gewarnt

    Wer online einen internationalen Führerschein beantragen möchte, stößt innerhalb weniger Sekunden auf zahlreiche Anbieter. Viele Websites wirken auf den ersten Blick seriös, werben mit schneller Ausstellung und weltweiter Gültigkeit. Genau das kann für Autofahrerinnen und Autofahrer jedoch zur Gefahr werden. Denn hinter einigen Angeboten stecken laut International Driving Permit betrügerische Websites. Bei folgenden Anbietern sollten Verbraucherinnen und Verbraucher vorsichtig sein:

    • idlorder.com
    • idaoffice.org
    • idltrip.com
    • e-itca.org
    • internationaldriverspermit.com
    • internationaldriversassociation.com
    • international-permit.com
    • idlp.org
    • idltravel.com
    • internationaldrivinginstitution.com

    Fake-Führerschein schon bezahlt? Das sollten Betroffene jetzt tun

    Ist die Zahlung bereits erfolgt und erkennt man erst im Nachhinein, dass es sich um eine Fake-Website handelt, sollte laut IDH schnell reagiert werden. Betroffene sollten umgehend ihre Bank oder den Zahlungsdienstleister kontaktieren, um die Transaktion – wenn möglich – zu stoppen oder zurückzuholen. Zusätzlich sollte die Kredit- oder Bankkarte gesperrt werden, um weitere unautorisierte Abbuchungen zu verhindern.

    Auch das E-Mail-Konto sollte überprüft und besser abgesichert werden, etwa durch ein neues Passwort. Abschließend sollte der Vorfall als Betrug gemeldet werden, um weitere Schäden einzudämmen.

    Internationaler Führerschein online: So stellen Sie den Antrag richtig

    Durch unsere Recherche wird klar: Wer einen Führerschein innerhalb weniger Minuten online versprochen bekommt, sollte skeptisch werden. Solche Angebote sind häufig unseriös und stehen nicht für einen offiziellen Antrag bei einer Behörde. Der richtige Weg führt stattdessen über die zuständige Kommune oder die Fahrerlaubnisbehörde des jeweiligen Wohnorts.

    Je nach zuständiger Stelle werden laut BayernPortal, einer Seite des bayerischen Innenministeriums, folgende Unterlagen benötigt:

    • gültiger Personalausweis oder Reisepass
    • aktuelles biometrisches Passfoto
    • gültiger EU-Führerschein

    Welche Behörde am eigenen Wohnort zuständig ist, lässt sich über das Verwaltungsportal des Bundes recherchieren. Dort finden sich zudem Informationen zum Ablauf, zu erforderlichen Unterlagen sowie zu den anfallenden Kosten. Ob der Antrag für einen internationalen Führerschein vollständig online möglich ist, hängt von der zuständigen Stelle ab und muss individuell geprüft werden.

    Übrigens: Wer im Ausland zu schnell fährt, muss mit einer Strafe rechnen. In bestimmten Fällen gibt es aber Rabatte bei schneller Zahlung.

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