Augsburg (jub). Wie kein zweiter bayerischer Politiker hat Franz Josef Strauß, geboren am 6. September 1915 in München und gestorben am 3. Oktober 1988 in Regensburg, die ersten 40 Jahre seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland geprägt.
Er war nach seiner Zeit in der Wehrmacht und nach Abschluss des Staatsexamens für das höhere Lehramt von den Amerikanern als politisch unbelastet eingestuft und bereits unmittelbar nach dem Krieg zum stellvertretenden Landrat in Schongau bestellt worden.
Strauß war Gründungsmitglied der CSU und von 1948 bis 1952 ihr Generalsekretär. Sein Weg in die Bundespolitik begann 1948 als Mitglied des Wirtschaftsrats der Bizone. Seit 1949 saß er als Abgeordneter des Landkreises Weilheim für die CSU im Bundestag.
Bereits 1953 trat Strauß als Bundesminister für Sonderaufgaben in die Bundesregierung ein. Später wurde er Verteidigungsminister, musste sein Amt aber wegen der "Spiegel-Affäre" (1962) abgeben.
Von 1961 bis zu seinem Tod 1988 war Strauß Vorsitzender der CSU. In der Zeit der ersten Großen Koalition (1966 bis 1969) war er Bundesfinanzminister, von 1978 bis 1988 bayerischer Ministerpräsident. Bei der Bundestagswahl 1980 trat er als Kanzlerkandidat der Union an, verlor aber gegen Helmut Schmidt (SPD).
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