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80-Cent-Jobs für Asylbewerber: Effektiv oder entwürdigend?

Asylpolitik

Arbeitspflicht für Asylbewerber: Straßen kehren für 80 Cent die Stunde?

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    Gemeinnützige Arbeit auf dem Bauhof für 80 Cent, maximal 20 Stunden pro Woche: Dazu sollen Asylbewerber in Bayern verpflichtet werden.
    Gemeinnützige Arbeit auf dem Bauhof für 80 Cent, maximal 20 Stunden pro Woche: Dazu sollen Asylbewerber in Bayern verpflichtet werden. Foto: Matthias Becker

    Straßenabläufe reinigen, Unkraut ausstechen, Rasen mähen – zu tun gäbe es in der Marktgemeinde Ziemetshausen jede Menge, sagt Bürgermeister Ralf Wetzel. Seit Juni haben Gemeinden im Landkreis Günzburg die Möglichkeit, Asylbewerber zu gemeinnützigen Tätigkeiten zu verpflichten. Ziemetshausen hat, gemeinsam mit der Stadt Leipheim, als erste Kommune ein solches Angebot geschaffen. 72 Asylbewerberinnen und Asylbewerber lebten zu diesem Zeitpunkt im Ort, 13 bekamen die Aufforderung, gemeinnützige Aufgaben zu erledigen – weil sie volljährig sind, keine Ausbildung machen und an keinem Integrations- oder Sprachkurs teilnehmen. Acht Personen legten dem Landratsamt Gründe vor, die sie von den Gemeinwohlarbeiten befreiten. Von den fünf Personen, die am 3. Juni schließlich ihren Dienst am Bauhof antreten sollten, erschien allerdings keiner. Bürgermeister Wetzel hat es nicht überrascht, dass keiner den 80-Cent-Job machen wollte. „Mir war im Vorfeld völlig klar, wie die Sache laufen würde“, sagt der CSU-Mann.

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