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Arme Pendler: München: MVV-Tickets werden teurer

Arme Pendler

München: MVV-Tickets werden teurer

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    Ab Dezember müssen Kunden für eine MVV-Fahrkarte tiefer in den Geldbeutel. Dann steht wohl wieder eine Preiserhöhung an.
    Ab Dezember müssen Kunden für eine MVV-Fahrkarte tiefer in den Geldbeutel. Dann steht wohl wieder eine Preiserhöhung an. Foto: Pitt Schurian

    München - Das Ticket bleibt, der Preis steigt: Ab Dezember werden die Fahrscheine des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) wohl fünf Prozent mehr kosten.

    Das bestätigte der Vorsitzende der Münchner SPD-Stadtratsfraktion unserer Zeitung. Ein Einzelfahrschein würde dann 2,40 Euro statt 2,30 Euro kosten, eine Monatskarte (zwei Ringe) 44 statt 42 Euro. Im Vergleich: In Augsburg bezahlen Kunden des AVV 51 Euro für eine Monatskarte (zwei Zonen) und wie in München 2,30 Euro für die Einzelfahrkarte.

    Der MVV erhöht jährlich die Fahrpreise, um seine Kosten auszugleichen. Die nächste Anhebung war eigentlich schon im Sommer geplant. "Dagegen hat sich jedoch Wirtschaftsminister Zeil in der Gesellschafter-Runde ausgesprochen", erklärt der Fraktionsvorsitzende der SPD im Münchner Stadtrat, Alexander Reissl. Wohl um die unpopuläre Entscheidung auf die Zeit nach der Wahl zu verschieben, so Reissl. Durch den Aufschub sei nun ein höherer Tarifsprung nötig als die vergangenen Jahre, kritisiert der Fraktionsvorsitzende. Statt drei seien das nun fünf Prozent.

    Die Gesellschafter-Runde, das höchste MVV-Gremium, muss die Anhebung nun am 2. Oktober endgültig billigen. Im Gremium sitzen Vertreter der Stadt, der Landkreise und des Freistaats.

    Die Münchner Stadtwerke wollten die fünfprozentige Erhöhung nicht bestätigen. "Wir äußern uns nicht zu ungelegten Eiern: Die Fahrpreise sind noch nicht beraten, deshalb ist das erst mal Spekulation", sagt Pressesprecher Christian Miehling. Eines räumt er allerdings ein: "Wenn unsere Kosten durch Lohnabschlüsse steigen und wenn der Staat seine Leistungen reduziert, dann gibt es nur eine Wahl: höhere Preise oder weniger Leistung."

    Andreas Nagel von der "Aktion Münchner Fahrgäste" kritisiert die geplante Tariferhöhung. Sie sei "unverhältnismäßig hoch". Es könne nicht sein, dass der Fahrgast gerade bei der U-Bahn weniger Leistung bekomme und auch noch mehr dafür bezahlen müsse.

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