Begeisterte Kluftinger-Leser wussten es vermutlich schon immer: Der kauzige Kriminalhauptkommissar von der Kripo Kempten gehört längst zu den besten Kriminalromanen, die Deutschland derzeit zu bieten hat. Mit ihrem neuen Roman "Grimmbart" landeten die beiden Kluftinger-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr nun einen überraschenden Erfolg: Sie stehen auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste im Bereich Belletristik. Damit verdrängten sie sogar Thriller-Urgestein Ken Follett von der Spitze.
Fans gratulieren dem Autorenduo
"Mir g'frain uns brutal und sagen DANKE!", schreiben die beiden Allgäuer Autoren auf ihrer Facebookseite und schieben wenige Tage später ein schlichtes "FREUDE" samt Screenshot der aktuellen Spiegel-Bestellerliste hinterher. Die Fans freut's: "Wer sonst??? Verdient auf Platz 1 sag ich da nur", kommentiert eine Leserin. Eine andere sagt über den neuen Roman: "Ich hab ihn im Urlaub verschlungen... Wann kommt der nächste?"
Dass Klüpfel und Kobr gerade mit dem Roman "Grimmbart" so erfolgreich sind, überrascht nicht. Denn im neuen Roman haben sich die beiden Autoren für ihren Kommissaren Kluftinger wieder einen Fall ausgedacht, der sein kriminalistisches Gespür aufs Äußerste fordert.
Kluftingers neuer Fall beginnt düster und geheimnisvoll
Düster und geheimnisvoll beginnt der neueste Fall des Kommissars. Eine Schlossbesitzerin wurde ermordet, und ihre Leiche wurde so drapiert, dass eine Szene aus einem Bild der Gemäldesammlung des Schlosses nachgestellt wird. Das Originalbild ist verschwunden. Der Witwer, der verarmte Baron von Rothenstein Grimmbart, hat keine Erklärung für die Tat. Kluftinger und seine Kollegen untersuchen das Umfeld der Toten, entdecken allerlei Ungereimtheiten und Verdächtige, aber kein Verdacht erklärt die merkwürdigen Umstände der Tat. Kluftinger, der seine Ermittlungserfolge zumeist seinem Gespür verdankt, bleibt lange ratlos.
Aber dann kommen Kluftingers typische Kombinationsgabe und sein sechster Sinn für Details doch wieder zum Tragen. Ein Kollege bringt es auf den Punkt: "Ich weiß nicht, wo du's hernimmst, aber im rechten Augenblick kommt irgendwie immer das richtige bei dir raus."
Das sind die Kluftinger-Romane
"Milchgeld" (2003): Kluftinger und seine Kollegen müssen den Mord an einem Molkerei-Manager aufklären und kommen dabei einem Wirtschaftsverbrechen auf die Spur.
"Erntedank" (2004): Eine seltsam drapierte Leiche gibt den Ermittlern Rätsel auf. Um den Mörder zu finden, müssen die Polizisten in die Allgäuer Sagenwelt eintauchen.
"Seegrund" (2006): Ein schwer verletzter Taucher wird am Ufer eines Bergsees gefunden. Es gibt zahlreiche Spuren und Verdächtige, bis Kluftinger die Zusammenhänge aufdeckt.
"Laienspiel" (2008): Ein Terrorist soll sich ins Allgäu geflüchtet haben. Kluftinger soll ihn finden, hat aber wenig Zeit, da er mit den Proben für eine Freilicht-Theateraufführung beschäftigt ist.
"Rauhnacht" (2009): Kluftinger ist mit Ehefrau und dem Nachbarsehepaar in einem Berghotel. Ein Gast wird ermordet, während das Hotel in einem Schneesturm von der Welt abgeschnitten ist.
"Schutzpatron" (2011): Kluftinger gehört einer Arbeitsgruppe an, die die Sicherheit eines Schatzes auf dem Weg ins Museum organisieren soll. Und er muss den Mord an einer alten Frau aufklären.
"Herzblut" (2013): Mehreren Mordopfern wird das Herz herausgeschnitten, und ein Ende der Mordserie ist nicht in Sicht. Kluftinger ermittelt trotz Angst vor einem Herzinfarkt.
"Grimmbart" (2014): Kluftinger muss den Tod einer Schlossbesitzerin und den Diebstahl eines Gemäldes aufklären, während die Hochzeit seines Sohnes ansteht.
Auflösung des Falls gelingt erst auf Umwegen
Schritt für Schritt und auf vielen Umwegen findet Kommissar Kluftinger die tragischen Hintergründe um die Familie Grimmbart heraus. Das bedeutet allerdings nicht, dass er den Fall auch lösen kann. Das gelingt ihm erst in einer dramatischen Szene, in die Kluftinger zufällig hineingerät, als er einen Gast der ebenso rührend wie humorvoll beschriebenen Hochzeitsfeier nach Hause bringt. (mash/dpa)
Priml! Heute erscheint der achte Kluftinger-Krimi "Grimmbart"
Klüpfel und Kobr: "Nach dem zehnten Kluftinger-Krimi könnte Schluss sein"