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Bundeswehr-Reform: Das Jagdbombergeschwader bleibt auf dem Lechfeld

Bundeswehr-Reform

Das Jagdbombergeschwader bleibt auf dem Lechfeld

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    Solange kein Schnee auf der Start- und Landebahn liegt, heißt es auf dem Lechfeld freien Flug für die Tornados der Bundeswehr. Im Jahr 2010 betrug die Anzahl der militärischen Flugbewegungen 10 272.
    Solange kein Schnee auf der Start- und Landebahn liegt, heißt es auf dem Lechfeld freien Flug für die Tornados der Bundeswehr. Im Jahr 2010 betrug die Anzahl der militärischen Flugbewegungen 10 272. Foto: JaboG Robert Mühle

    Wer setzte sich nicht alles für den Erhalt des Bundeswehrstandortes auf dem Lechfeld ein. Zuletzt versprach sogar Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, in Berlin bei Verteidigungsminister Thomas de Maizière zu werben.

    Die Mühe hat sich gelohnt. Wie unsere Redaktion aus Kreisen des Verteidigungsministeriums erfuhr, soll das Lechfeld mit seinen Kasernen und dem traditionsreichen Jagdbombergeschwader 32 erhalten bleiben. Aufatmen bei der Bürgerinitiative „Pro Lechfeld“: „Ich glaube es noch nicht so ganz. Aber es wäre sensationell“, sagte der zweite Vorsitzende Andreas Halscheidt.

    In den vergangenen Monaten war befürchtet worden, dass die erste Flugstaffel der Bundeswehr nach dem Zweiten Weltkrieg  verlegt werden sollte. Das Geschwader hatte 1995 im Kosovo-Konflikt und 1999 in Serbien die ersten Einsätze geflogen. Manche Indizien sprachen allerdings zuletzt dafür, dass es anders kommt: So wurde erst vor wenigen Wochen ein neues Lehrsaalgebäude der Fachschule der Bundeswehr für Informationstechnik (FSBwIT) eingeweiht. Es wurden 18,2 Millionen Euro in diesen Neubau und die Sanierung von drei weiteren Gebäuden in der Ulrichkaserne (Lechfeld-Nord) investiert.

    Kaufbeuren gilt als Wackelkandidat

    Im Zuge der Bundeswehrreform werden 380 Standorte geschlossen. Welche das sind, wird Verteidigungsminister Thomas de Maizière am 26. Oktober bekannt geben. Vor allem Kaufbeuren gilt dabei als Wackelkandidat in der Region.

    Milliardenschweres Begleitprogramm

    Ein milliardenschweres Begleitprogramm soll die Auswirkungen der Bundeswehrreform für Soldaten und Zivilbeschäftigte abfedern. Vorgesehen sind Abfindungen für ausscheidende Bundeswehrangehörige, aber auch Prämien für bleibende Soldaten sowie neu zu gewinnende Fachkräfte. Insgesamt bezifferte de Maizière die Kosten für reformbegleitende Maßnahmen auf rund 200 Millionen Euro für 2012 und auf gut eine Milliarde Euro für den laufenden Finanzplanungszeitraum bis 2015. Das Bundeskabinett muss die Pläne noch billigen. AZ/jok

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