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Formel-1-Affäre: Beschwerde abgelehnt: Gribkowsky bleibt in Haft

Formel-1-Affäre

Beschwerde abgelehnt: Gribkowsky bleibt in Haft

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    Ex-Banker Gribkowsky wurde zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Haftbeschwerde hat das Gericht nun abgelehnt.
    Ex-Banker Gribkowsky wurde zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Haftbeschwerde hat das Gericht nun abgelehnt. Foto: Sven Hoppe dpa

    Damit bleibt der in der Formel-1-Affäre verurteilte Ex-Manager weiter im Gefängnis. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung muss Gribkowsky im nächsten Jahr mit einem weiteren Prozess wegen der Affäre um die Bayerische Landesbank und die österreichische Hypo Alpe Adria und mit einer zusätzlichen Strafe rechnen. Bayerns Landesbank, die dem Freistaat gehört, hatte bei der in Kärnten ansässigen Hypo Alpe Adria 3,7 Milliarden Euro verloren.

    Formel-1-Affäre: Prozess wird wahrscheinlicher

    Die Chronologie der Formel-1-Affäre

    April 2002: Kirch Media meldet Insolvenz an. Die BayernLB erhält als Pfand für einen Kredit über 988 Millionen Euro 62 Prozent an der Formel-1-Gesellschaft Speed.

    Januar 2003: Die BayernLB beruft Gerhard Gribkowsky in den Vorstand. Als Risikomanager kümmert er sich auch um die Verwertung der Formel-1-Beteiligung.

    2004/2005: Autokonzerne drohen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, eine eigene Rennserie zu gründen.

    September 2005: Der Finanzinvestor CVC will der BayernLB ihre Speed-Anteile abkaufen.

    Oktober/November 2005: Laut Anklage fordert Gribkowsky von Ecclestone heimlich 50 Millionen Dollar und bekommt einen entsprechenden Beratervertrag zugesagt. Auf Veranlassung Gribkowskys zahlt die BayernLB Ecclestone 41 Millionen Dollar Provision für die Vermittlung des Käufers CVC. Vorstand und Verwaltungsrat der BayernLB billigen den Verkauf der Formel-1-Anteile an CVC für 839 Millionen Dollar (675 Millionen Euro).

    März 2006: Die BayernLB erstattet der Bambino-Stiftung von Eccelstones Ehefrau für Auslagen 25 Millionen Dollar.

    Juli 2006 bis Dezember 2007: Laut Anklage erhält Gribkowsky von Ecclestone und Bambino über Briefkastenfirmen 44 Millionen Dollar (knapp 33 Millionen Euro) auf Konten seiner Privatstiftung Sonnenschein in Salzburg.

    April 2008: Gribkowsky verlässt die BayernLB.

    Januar 2011: Gribkowsky wird unter dem Verdacht der Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung verhaftet.

    Mai 2011: Gribkowsky wird mit seinen ehemaligen Vorstandskollegen wegen Untreue beim Kauf der Hypo Group Alpe Adria 2007 angeklagt. Die BayernLB verklagt zudem alle auf 200 Millionen Euro Schadenersatz und lässt Gribkowskys Vermögen einfrieren.

    Juli 2011: Gribkowsky wird auch wegen der Formel-1-Affäre angeklagt. Eccelstone gibt die Millionenzahlungen öffentlich zu.

    Dem Bericht zufolge betonte das Oberlandesgericht in der Haftentscheidung, ein von der Justiz eingeholtes Gutachten stütze den Vorwurf, die Hypo sei zu teuer gekauft worden. Das mache einen Prozess wahrscheinlicher; Gribkowsky drohe damit eine weitere Verurteilung. Insofern läge Fluchtgefahr vor, sollte Gribkowsky vorübergehend entlassen werden. Die Gerichtssprecherin wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern.

    Das Landgericht München hatte Gribkowsky zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, weil er beim Verkauf der BayernLB-Anteile an der Formel 1 rund 44 Millionen Dollar Schmiergeld von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erhalten und ihm im Gegenzug 66 Millionen Dollar Provision zugeschanzt habe. Er hat Revision eingelegt. dpa

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