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Infektionswelle: EHEC: Augsburger Tafel zieht Konsequenzen

Infektionswelle

EHEC: Augsburger Tafel zieht Konsequenzen

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    Die Augsburger Tafel hat die Ausgabe von Gurken, Tomaten und Blattsalaten gestoppt.
    Die Augsburger Tafel hat die Ausgabe von Gurken, Tomaten und Blattsalaten gestoppt. Foto: Archiv

    Die Zahl der EHEC-Erkrankungen in Bayern steigt weiter an. Auch in Augsburg gab es schon EHEC-Fälle . Deswegen hat die Augsburger Tafel jetzt reagiert und eine strikte Regelung getroffen: Nach Auskunft ihres Vorstandes Johann Stecker werden keine Gurken, Tomaten und Blattsalate mehr ausgegeben. In Nürnberg dagegen wurde die Ausgabepraxis bisher nicht verändert: "Die Leute werden auf die Gefahr hingewiesen, aber grundsätzlich muss jeder selbst wissen, ob er noch Gemüse isst", sagte der dortige Tafelvorstandsvorsitzende Albert Ziegler. Am Freitag seien ohnehin keine Gurken mehr geliefert worden. Wahrscheinlich hätten die Supermärkte und Händler, die überschüssiges Gemüse den Tafeln übergeben, bereits Vorsichtsmaßnahmen getroffen, vermutete er. Auch der Bundesverband der Tafeln hat seine bayerischen Vereine zur Vorsicht angehalten und sie angehalten, sich genau mit der EHEC-Frage zu beschäftigen. Schlussendlich liege die Entscheidung aber bei den einzelnen Tafeln vor Ort.

    Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Freitagnachmittag mitteilte, sind im Freistaat mittlerweile insgesamt 26 Infektionen mit dem lebensbedrohlichen Darmerreger amtlich belegt. In acht Fällen liege sogar die schwere Verlaufsform, das Hämolytisch-Urämische-Syndrom (HUS), vor. In drei weiteren Fällen besteht ein Verdacht auf HUS. Entwarnung gab das Amt hingegen vorerst für die Gemüsekäufer: EHEC-verunreinigte Gurken wurden in Bayern bislang nicht festgestellt.

    Der Präsident des LGL, Andreas Zapf, betonte, das Amt nehme "die Meldungen aus den anderen Ländern sehr ernst und lasse vorsorglich Kontrollen in Bayern durchführen". So dürften aus Spanien stammende Gurken in Bayern bis auf weiteres nur dann in den Handel gebracht werden, wenn das Lebensmittelunternehmen die Unbedenklichkeit der Ware bestätigen kann.

    Dennoch seien die Gemüsekäufer spürbar beunruhigt, wie die Vorständin des im oberpfälzischen Edelsfeld ansässigen Verbandes bäuerlicher Gemüselieferbetriebe, Beate Mayer berichtete: So habe bei ihrem Verband in der vergangenen Woche eine größere Zahl besorgter Kunden Lieferungen abbestellt; vor allem Tomaten, Gurken und Kopfsalat stünden bei den Käufern gering im Kurs.

    Eine Gefahr für die Konsumenten besteht nach Mayers Einschätzung gleichwohl nicht. Sie selber esse weiterhin bedenkenlos auch spanische Gurken, betonte sie; das Risiko für gesunde Menschen sei gering. Doch besonders die Gurkenbauern leiden nach Meinung von Mayer besonders unter der Panik vor dem EHEC-Erreger: Diese hätten ohnehin unter niedrigen Preisen zu leiden, und müssten nun weitere Einbußen verkraften. "Da stehen Aufwand und Erlös in keinem Verhältnis mehr", sagte Mayer. dapd

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