Zuletzt hatte es gegen die Pläne heftige Proteste und Widerstand gegeben. Doch jetzt ist es amtlich: Im Bistum Augsburg wird die Zahl der Dekanate ab dem 1. Dezember 2012 von bisher 36 auf künftig 23 verkleinert. Generalvikar Harald Heinrich hat alle Priester, Diakone, pastorale Laienmitarbeiter und ehrenamtliche Mitarbeiter in einem Brief über die bevorstehenden Änderungen informiert.
Generalvikar Harald Heinrich bittet um Geduld
Heinrich zeigt darin Verständnis dafür, dass die Strukturänderungen auch viel Misstrauen hervorgerufen haben. Zugleich bittet er um Geduld, damit im Bistum Augsburg ein „umfassender geistlicher und pastoraler Prozess“ angegangen werden kann. Er befürworte es ausdrücklich, „dass darüber diskutiert wird“. Dies gelte auch für die Vorschläge zu den künftigen Standorten der Pfarrbüros sowie der Wohnorte der Priester.
Bischof Konrad Zdarsa will das Amt des Dekans stärken
Die Eckpunkte für die künftigen Pastoralräte sehen unter anderem vor, dass diese Gremien „in Fragen der Weltverantwortung in eigener Verantwortung entscheiden können“. Sie wurden seit März 2012 vom Diözesanrat der Katholiken und Prälat Bertram Meier als Beauftragtem von Bischof Konrad Zdarsa gemeinsam entwickelt. In naher Zukunft müssten diese Zwischenergebnisse „noch weiter vertieft und schließlich in Form von Satzungen gegossen werden“, heißt es dazu in einem Brief an die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte. „Wir hoffen, dass durch diese Kultur der Beteiligung einvernehmliche Lösungen erzielt werden können“, so Domdekan Meier und Helmut Mangold, Vorsitzender des Diözesanrats.
Bischof Zdarsa sagte, er wolle das Amt des Dekans stärken, „das in der Weltkirche sehr wichtig ist und sich bewährt hat“. Das Bistum Augsburg werde langfristig mehr als 200 Pfarreiengemeinschaften haben. „Wir ziehen uns nicht aus der Fläche zurück“, so der Bischof. AZ