Mord in Gersthofen: Verfahren gegen Vanessas Mörder verschoben
Mord in Gersthofen
Verfahren gegen Vanessas Mörder verschoben
Am Rosenmontag 2002 steigt ein junger Mann in das Haus der Familie Gilg in Gersthofen und ermordet die zwölfjährige Vanessa. Jetzt hat Michael W. einen neuen Verteidiger.
Von Holger Sabinsky|11.12.19 - aktualisiert:
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Die kleine Vanessa wurde nur zwölf Jahre alt. Am Rosenmontag wurde sie von Michael W. ermordet.Foto: Fred Schöllhorn
Das Verfahren um die nachträgliche Sicherungsverwahrung des Mörders der kleinen Vanessa aus Gersthofen hat sich verschoben. Es beginnt nicht wie vorgesehen am 6. Februar, sondern erst am 24. Februar. Wie das Landgericht Augsburg mitteilt, habe es Terminkollisionen „wichtiger Verfahrensbeteiligter“ gegeben.
Hintergrund der Verschiebung ist nach Informationen unserer Zeitung, dass Vanessas Mörder Michael W. neben seinem Augsburger Pflichtverteidiger Werner Dorn einen zusätzlichen neuen Verteidiger hat. Es handelt sich um den Münchner Anwalt Adam Ahmed. Er verteidigt derzeit den mutmaßlichen Doppelmörder von Krailling. Der aufwendige Indizienprozess läuft momentan in München. Daher dürfte es Terminprobleme gegeben haben.
Entscheidung über nachträgliche Sicherungsverwahrung Ende April
Vanessa aus Gersthofen wurde nur zwölf Jahre alt. An Rosenmontag 2002 dringt Michael W. in das Haus der Familie ein und ermordet das Mädchen. Sie ist ein Zufallsopfer.
Die Entscheidung, ob Michael W. dauerhaft hinter Gittern bleibt oder entlassen wird, trifft die Jugendkammer nach der neuen Planung erst Ende April. Wie berichtet, hat der mittlerweile 29-Jährige seine zehnjährige Jugendstrafe abgesessen. Die Staatsanwaltschaft hat aber nachträgliche Sicherungsverwahrung beantragt. Sie hält den Täter weiterhin für hochgradig gefährlich und für psychisch gestört. Zwei Gutachten stützen diese Sichtweise. Michael W. war am Rosenmontag 2002 als Tod verkleidet in das Haus der Familie Gilg in Gersthofen eingestiegen und hatte die zwölfjährige Vanessa im Schlaf erstochen.