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Neuer Kluftinger-Roman: Kluftinger gräbt in "Grimmbart" schaurige Geheimnisse aus

Neuer Kluftinger-Roman

Kluftinger gräbt in "Grimmbart" schaurige Geheimnisse aus

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    Kluftinger - Buchpremiere von Grimmbart mit Volker Klüpfel und Michael Kobr auf dem Hohen Schloss Bad Grönenbach - Droemer Verlag
    Kluftinger - Buchpremiere von Grimmbart mit Volker Klüpfel und Michael Kobr auf dem Hohen Schloss Bad Grönenbach - Droemer Verlag Foto: Ralf Lienert

    Kriminalhauptkommissar Kluftinger von der Kripo Kempten ist einer der erfolgreichsten Ermittler der gegenwärtigen deutschen Krimiliteratur. Im neuen Roman "Grimmbart" haben sich die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr für ihn wieder einen Fall ausgedacht, der sein kriminalistisches Gespür aufs Äußerste fordert.

    Düster und geheimnisvoll beginnt Kluftingers neuer Fall

    Düster und geheimnisvoll beginnt der neueste Fall des Kommissars. Eine Schlossbesitzerin wurde ermordet, und ihre Leiche wurde so drapiert, dass eine Szene aus einem Bild der Gemäldesammlung des Schlosses nachgestellt wird. Das Originalbild ist verschwunden. Der Witwer, der verarmte Baron von Rothenstein Grimmbart, hat keine Erklärung für die Tat.

    Kluftinger und seine Kollegen untersuchen das Umfeld der Toten, entdecken allerlei Ungereimtheiten und Verdächtige, aber kein Verdacht erklärt die merkwürdigen Umstände der Tat. Kluftinger, der seine Ermittlungserfolge zumeist seinem Gespür verdankt, bleibt lange ratlos.

    Das sind die Kluftinger-Romane

    "Milchgeld" (2003): Kluftinger und seine Kollegen müssen den Mord an einem Molkerei-Manager aufklären und kommen dabei einem Wirtschaftsverbrechen auf die Spur.

    "Erntedank" (2004): Eine seltsam drapierte Leiche gibt den Ermittlern Rätsel auf. Um den Mörder zu finden, müssen die Polizisten in die Allgäuer Sagenwelt eintauchen.

    "Seegrund" (2006): Ein schwer verletzter Taucher wird am Ufer eines Bergsees gefunden. Es gibt zahlreiche Spuren und Verdächtige, bis Kluftinger die Zusammenhänge aufdeckt.

    "Laienspiel" (2008): Ein Terrorist soll sich ins Allgäu geflüchtet haben. Kluftinger soll ihn finden, hat aber wenig Zeit, da er mit den Proben für eine Freilicht-Theateraufführung beschäftigt ist.

    "Rauhnacht" (2009): Kluftinger ist mit Ehefrau und dem Nachbarsehepaar in einem Berghotel. Ein Gast wird ermordet, während das Hotel in einem Schneesturm von der Welt abgeschnitten ist.

    "Schutzpatron" (2011): Kluftinger gehört einer Arbeitsgruppe an, die die Sicherheit eines Schatzes auf dem Weg ins Museum organisieren soll. Und er muss den Mord an einer alten Frau aufklären.

    "Herzblut" (2013): Mehreren Mordopfern wird das Herz herausgeschnitten, und ein Ende der Mordserie ist nicht in Sicht. Kluftinger ermittelt trotz Angst vor einem Herzinfarkt.

    "Grimmbart" (2014): Kluftinger muss den Tod einer Schlossbesitzerin und den Diebstahl eines Gemäldes aufklären, während die Hochzeit seines Sohnes ansteht.

    Aber dann kommen Kluftingers typische Kombinationsgabe und sein sechster Sinn für Details doch wieder zum Tragen. Ein Kollege bringt es auf den Punkt: "Ich weiß nicht, wo du's hernimmst, aber im rechten Augenblick kommt immer irgendwie immer das richtige bei dir raus."

    Familie Kluftinger steht ein besonderes Ereignis bevor

    Der Auflösung des Falles kommen die Ermittler durch Beobachtung und Zufall näher. Im Märchenwald neben dem Schloss gräbt ein Dachs, der in der Sage Grimmabrt heißt - und bringt so ein schreckliches Familiengeheimnis ans Tageslicht. Wie der Fund im Zusammenhang mit dem Mord an der Baronin steht, bleibt allerdings erst einmal unklar.

    Ein Kluftinger-Krimi wäre kein Kluftinger-Krimi, wenn das Privatleben des Kommissars keine große Rolle spielen würde. Diesmal hat Familie Kluftinger ein ganz besonderes Ereignis vor sich, das wieder viel Anlass für Heiterkeit bietet. In ein paar Tagen heiratet der Sohn, und die Ankunft der Brauteltern aus Japan steht unmittelbar bevor. 

    Von den Schwierigkeiten bei der Lösung des Mordfalls wechselt Kluftinger täglich ins Chaos der familiären Hochzeitsvorbereitungen. Zusätzliche Komik gewinnt die Erzählung durch das Aufeinandertreffen von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Dies geschieht jedoch äußerst dezent und findet eine besondere Note in der anrührenden Allianz der beiden Väter.

    "Grimmbart": gelungene Mischung aus Regionalkrimi und Familienkomödie

    Schritt für Schritt und auf vielen Umwegen findet Kommissar Kluftinger die tragischen Hintergründe um die Familie Grimmbart heraus. Das bedeutet allerdings nicht, dass er den Fall auch lösen kann. Das gelingt ihm erst in einer dramatischen Szene, in die Kluftinger zufällig hineingerät, als er einen Gast der ebenso rührend wie humorvoll beschriebenen Hochzeitsfeier nach Hause bringt.

    Volker Klüpfel und Michael Kobr haben in "Grimmbart" wieder einmal eine gelungene Mischung aus Regionalkrimi und Familienkomödie vorgelegt. Der Kriminalfall ist dabei zwar düsterer geraten als sonst bei den beiden Autoren, aber "Grimmbart" passt wieder einmal bestens in die Reihe der Krimis um Kommissar Kluftinger. dpa

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