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Offizieller Start für Neu-Ulm 21: Großer Bahnhof für den Bahnhof

Offizieller Start für Neu-Ulm 21

Großer Bahnhof für den Bahnhof

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    Großer Bahnhof für den Bahnhof
    Großer Bahnhof für den Bahnhof Foto: Roland Furthmair

    Neu-Ulm l lb, kr l Nach rund vier Jahren Bauzeit ist am Samstag der neue Bahnhof von Neu-Ulm in Betrieb gegangen. Der Bahnhof werde starke wirtschaftliche Impulse für die Stadt und die Region bringen, sagte Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein am Samstag bei der offiziellen Inbetriebnahme des Bahnhofs "Neu-Ulm 21" mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), Deutsche-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn und Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (CSU).

    Beckstein nahm die Feierstunde zum Anlass, einen durchgehenden Ausbau der Bahnstrecke zwischen Neu-Ulm und Augsburg zur Hochgeschwindigkeitsstrecke als Teil der europäischen Magistrale Paris­München­Wien zu fordern. "Wir brauchen hier so rasch wie möglich eine moderne, leistungsfähige Verbindung, damit Ost und West auf der Schiene näher zusammenrücken", sagte Beckstein. Deshalb dürfe zwischen Neu-Ulm und Augsburg kein "Bummelstück" entstehen.

    Der Ausbau der Infrastruktur habe weiter Priorität. Dazu gehörten der Transrapid, der Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen, der sechsspurige Ausbau der Autobahnen A8 und A3 sowie die dritte Startbahn am Münchner Flughafen. Eine moderne, leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist laut Beckstein "ein echter Jobmagnet und für viele Firmen ein entscheidender Standortfaktor". Bahn-Chef Mehdorn verwies auf weitere Projekte wie den viergleisigen Ausbau Augsburg­München sowie das Neubauprojekt Stuttgart­Ulm, die zügig realisiert werden müssen, "um im Wettbewerb der Verkehrsträger auch zukünftig zu punkten".

    Die Gleisanlage wurde bei dem gut 160 Millionen Euro teuren Projekt so umgebaut, dass sie tiefer gelegt durch die Stadt führt. Kern der Umbaumaßnahmen war die Verringerung der Gleise von 16 auf vier sowie der komplette Neubau des Bahnhofs. Der Containerbahnhof wurde aus der Innenstadt an den Stadtrand verlegt.

    Insgesamt erhält die Stadt Neu-Ulm durch den Umbau 18 Hektar Fläche für die städtebauliche Entwicklung. Auf den zurückgewonnenen Flächen sollen Einkaufszentren, Wohngebiete und Erholungsflächen entstehen. Auch die Landesgartenschau im kommenden Jahr werde die Flächen nutzen können, sagte Beckstein.

    Bundesverkehrsminister Tiefensee hob in seiner Rede neben den "eisenbahnspezifischen Verbesserungen durch den Umbau des Bahnhofs Neu-Ulm" auf die Perspektiven für die Stadt Neu-Ulm ab. Das Projekt "Neu-Ulm 21" bilde "die Grundlage für eine gelungene Symbiose zwischen Städtebau und Verkehr". Der Bund beteiligte sich mit rund 93 Millionen Euro an den Kosten. Der Neu-Ulmer Oberbürgermeister Gerold Noerenberg betonte, mit dem neuen Bahnhof eröffne sich für die Stadt eine "Chance, ähnlich wie in der Nackriegszeit". Die Tieferlegung zeige: "Wir sind jung und innovativ."

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