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Oktoberfest
21.04.2020

"Aus is und gar is": Das sind die Reaktionen auf die Wiesn-Absage

Ein vertrautes Bild auf der Wiesn: Besucherinnen prosten sich im Festzelt mit einer Maß Bier zu. Doch wegen der Corona-Pandemie muss das Oktoberfest in diesem Jahr ausfallen.
Foto: Matthias Balk,dpa (Archivbild)

Die Theresienwiese bleibt in diesem Jahr leer. Wegen der Corona-Pandemie fällt das Oktoberfest aus. Wiesnwirte und Besucher finden: Die Entscheidung musste sein.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) haben am Dienstag das diesjährige Oktoberfest in München wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Darauf reagieren die Wiesnwirte mit großem Bedauern: "So eine Absage berührt uns vor allem auch emotional", sagt der Sprecher der Münchner Wiesnwirte, Peter Inselkammer, am Dienstag, "die Wiesn ist für uns Wirte der Höhepunkt des Jahres, das Ereignis, auf das man lange hinarbeitet. Eine echte Herzensangelegenheit!" Thomas Geppert, Geschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, stimmt zu: "Bayern wird dieses Jahr ein wichtiges Stück Lebensglück fehlen."

 

Trotzdem sei es logisch und notwenig, das Volksfest abzusagen. "Die Gesundheit unserer Gäste liegt uns besonders am Herzen und hat oberste Priorität", sagt Inselkammer. Ähnlich äußerte sich Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU): "Oberste Prämisse muss sein, dass vom größten Volksfest der Welt keine gesundheitliche Gefahr für die Gäste ausgehen darf." Diese Meinung herrscht auch im Netz bei Wiesnbesuchern vor: "Aus is und gar is, und schad ist, dass´s wahr ist! Die einzig richtige Entscheidung. Freuen wir uns auf einem umso schönere Wiesn 2021", schreibt eine Twitter-Nutzerin.

Wiesnwirte sind gegen ein "Oktoberfest-light"

Ein Volksfest in der Dimension der Münchner Wiesn ist auch für Wirtesprecher Christian Schottenhamel in den Zeiten der Corona-Pandemie nicht vorstellbar. Auch nicht in einer alternativen Form: "Abgesehen von den massiven Schwierigkeiten, entsprechende Kontakt-Beschränkungen zu kontrollieren, wenn Alkohol im Spiel ist, lebt doch unsere Wiesn von der Geselligkeit und vom gemeinsamen Feiern."

Für die 10.000 Mitarbeiter sei die Absage des Oktoberfestes aber ein schwerer Schlag, so Inselkammer. Nicht nur Schausteller, Wirte und Budenbesitzer, sondern auch Hotels, Gaststätten, Taxifahrer und Einzelhändler verlieren ihre Wiesn-Einnahmen. Der Wirtschaftswert der Wiesn lag im vergangenen Jahr nach Angaben der Stadt bei rund 1,23 Milliarden Euro. Geppert fordert wegen der wegfallenden Einnahmen eine reduzierte Umsatzsteuer und einen Rettungsfonds für die Gastrobranche, "sonst werden weite Teile des Gastgewerbes diese Krise nicht überstehen."

Schottenhamel schaut aber zuversichtlich in die Zukunft: "Vielleicht fällt uns allen ja gemeinsam eine Lösung ein, wie wir das Oktoberfest im nächsten Jahr gestalten können, um dem dann zu erwartenden erhöhten Ansturm zu bewältigen." (AZ mit dpa)

Lesen Sie auch: Das Oktoberfest wäre Deutschlands Ischgl geworden

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21.04.2020

Nehmen wir man an, die Wies'n wäre nicht abgesagt worden...
Wer hätte denn kommen sollen?
Es gehen ja nicht nur Münchner oder Bayern oder Deutsch auf das Oktoberfest.
Einen grossen Anteil der Besucher machen doch Touristen. Allen voran aus Fernost und Italien.
Die können, dürfen, wollen doch auch gar nicht anreisen.
Das Oktoberfest würde sowas von mickerig ablaufen, wenn es stattfinden sollte, da die Besucher fehlen würden.
Es ist also aus mehreren Gründen nur logisch, es ausfallen zu lassen.

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21.04.2020

"Bayern wird dieses Jahr ein wichtiges Stück Lebensglück fehlen." Ein Land mit Lebensglück, kannte ich bisher noch nicht.

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