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Gesundheit

23.05.2018

So schützen Sie sich gegen Zecken

Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen.
Bild: Patrick Pleul, dpa

Fast ganz Bayern ist Risikogebiet für die gefährliche Virus-Infektion FSME. Was hinter der Krankheit steckt und wie man bei einem Zeckenstich reagiert.

Der Waldspaziergang an einem schönen Frühlingstag kann mit einer bitteren Überraschung enden. Schnell ist es geschehen: Eine Zecke hat zugestochen, die Gefahr einer Ansteckung mit FSME droht. Mittlerweile gilt fast ganz Bayern als Risikogebiet – 88 von 96 Landkreisen und kreisfreien Städten sind betroffen. Erst vor wenigen Tagen hat das Robert-Koch-Institut auch die Landkreise Günzburg und Augsburg auf die Liste gesetzt. Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick.

Was ist FSME eigentlich und wie verläuft die Erkrankung?

„FSME oder Frühsommer-Meningoenzephalitis ist ein Virus, das durch eine infizierte Zecke übertragen wird“, erklärt der Münchner Tropenmediziner Markus Frühwein. Die Folge können grippeähnliche Symptome sein sowie Fieber oder eine Gehirnhautentzündung, die im schlimmsten Fall tödlich verlaufe. „Die Erkrankung ist vermeidbar“, sagt der Arzt und doch nimmt sie zu. Eine Studie der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen zeigt, dass im vergangenen Jahr mehr als 500 FSME-Fälle in Deutschland registriert worden sind – die höchste Zahl seit zehn Jahren. Allein in Bayern waren es 241.

Zecke auf der Haut gefunden: Was tun?

Experte Frühwein empfiehlt, die Zecke sofort zu entfernen. „Man kann es selbst machen oder den Hausarzt aufsuchen“, sagt er. Jedoch sollten Betroffene darauf achten, das Tier nicht zu reizen, da es sonst mehr Krankheitserreger überträgt. „Am besten entfernt man die Zecke mit einer Zange.“ FSME werde sehr schnell übertragen. Gegen die Erkrankung selbst gebe es keine Behandlung. „Nur eine Schutzimpfung hilft gegen das Virus“, sagt Frühwein.

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Wie funktioniert die Schutzimpfung?

„Die Impfung ist recht unkompliziert und gut verträglich“, sagt der Experte. Nach der ersten Behandlung folgen im Abstand von einem und sechs Monaten zwei weitere Impfungen. Vor allem Kinder sollen geimpft werden, rät der Mediziner. Die Behandlung erfolgt durch den Hausarzt. Nach drei Jahren sollte die Impfung dann aufgefrischt werden, anschließend reichen alle fünf Jahre. „Grundsätzlich ist jeder gefährdet, der sich im Freien aufhält“, sagt Frühwein.

„Viel zu wenig“ Menschen sind gegen FSME geimpft findet Experte Frühwein. Daten aus der bayerischen Schuleingangsuntersuchung zum Schuljahr 2016/2017 zeigen, dass nur rund ein Drittel der Einschulungskinder einen vollständigen Impfschutz gegen die gefährliche FSME aufweisen. In Österreich sei die Zahl der Menschen mit Impfung hingegen viel höher, sagt der Mediziner. Er glaubt: „Sie stehen Impfungen offener gegenüber als Deutsche.“ (AZ)

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