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Ernährung

05.04.2018

Startschuss für die Spargelsaison: Darauf sollten Sie achten

Die Spargel-Saison geht wieder los.
Bild: Arno Burgi, dpa (Symbolbild)

Verbraucher können das Edelgemüse jetzt wieder auf ihren Tellern genießen. Woran frischer Spargel zu erkennen ist und worauf man beim Einkauf achten sollte.

Endlich gibt es ihn wieder: den heimischen Spargel. Die Saison für das Lieblingsgemüse vieler Deutscher hat begonnen. Zwar hat der kalte Winter den Start ein wenig verzögert -  doch jetzt kann das Stechen der weißen Stangen beginnen.

Am Wochenende soll es für die Menschen aus der Region den ersten Spargel zu kaufen geben. Das teilte Josef Plöckl, Erster Vorsitzender des Spargelerzeugerverbands Südbayern jetzt mit. Im oberbayerischen Spargelland Schrobenhasen werde seit Mittwoch geerntet. Worauf es beim Lagern ankommt, wie gute Qualität zu erkennen ist und was den heimischen Spargel von dem Gemüse aus dem Ausland unterscheidet:

Wo gibt es guten Spargel?

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Besonders frisch ist der Spargel, wenn er morgens gestochen wird und direkt in den Verkauf geht. Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt, das Gemüse direkt beim Direktvermarkter am Stand, auf dem Hof oder Markt zu kaufen. "Lagert der Spargel zu lange, kommt es zum Wasserverlust. Das kommt zum Beispiel vor, wenn Zwischenhändler im Spiel sind. Wird er direkt vermarktet, ist er ein Geschmackserlebnis." Außerdem wisse der Verbraucher bei einem Anbieter aus der Region, woher das Gemüse kommt.

Was ist mit dem regionalen Spargel, den es bereits vor Saisonbeginn gab?

Schon seit einiger Zeit lagern die weißen Stangen in den Supermarktregalen. Doch wer sich den Spargel aus der Region zum Beispiel schon im März schmecken lassen will, macht dies auf Kosten der Umwelt. "Ich rate davon ab, Spargel schon vor Saisonbeginn zu kaufen. Das ist nicht nachhaltig und mit einem großen Energieaufwand verbunden", betont Krehl. Denn damit der Spargel sprießen kann, werden die Felder extra beheizt.

Beim Schrobenhauser Spargel wird seit einigen Jahren mit der sogenannten Dreifachabdeckung gearbeitet. Ohne gehe es nicht, sagt Josef Plöckl. Das liege an der Konkurrenz. Und ohne die Abdeckung gäbe es den Spargel nicht schon Anfang April. Eine künstliche Beheizung wie bei der Konkurrenz lehne der Verband aber ab.

Ist Spargel aus dem Ausland wirklich so schlecht?

Geschmacklich kann es der Spargel aus Peru, Griechenland oder Spanien nicht mit dem aus der Region aufnehmen. Durch den langen Transportweg verliert das Gemüse an Wasser, es kommt zum Qualitätsverlust. Doch nicht nur deshalb gilt es mancherorts als Tabu, den Spargel von ausländischen Anbietern zu beziehen. Beim Thema Spargel würden die Deutschen emotional reagieren, sagt Krehl. Bei anderen Obst- und Gemüsesorten, die aus dem Ausland stammen, seien sie weniger sensibel. Dabei gelte immer: "Die heimische Regionen sollte unterstützt werden, das ist wesentlich ökologischer und das Gemüse schmeckt besser."

Wie lässt sich Spargel am besten lagern?

Damit der Spargel möglichst lange frisch bleibt, hilft es, ihn in ein feuchtes, sauberes Tuch zu wickeln. Im Gemüsefach des Kühlschranks ist er dann am besten aufgehoben. Doch auch hierbei gilt: Möglichst schnell verzehren. Wer es nicht gleich schafft, alle Stangen zu genießen, kann den Spargel auch einfrieren. Das geht am besten, wenn der Spargel direkt und und ungekocht in die Kühltruhe kommt. "Beim Kochen sollte nicht Spargel vorher nicht aufgetaut werden", rät Krehl. Dann schmeckt er besser.

Wie lässt sich eine gute Qualität erkennen?

Ein eindeutiges Merkmal für frischen Spargel ist das Quietschen, sobald man die Stangen aneinander reibt. "Außerdem sollten die Stangen glänzen und die Köpfe geschlossen sein", erklärt Krehl. Hat der Spargel zu viele Risse, deute das auf einen Wasserverlust hin. Entgegen der Annahme ist Bruchspargel oft genauso hochwertig wie die geraden Stangen. "Die Stangen werden günstiger angeboten, weil sie nicht so gut aussehen. Die Qualität ist aber diesselbe", weiß Krehl.

Was wird der Spargel kosten?

Eine genaue Antwort kann Plöckl nicht liefern. Wie teuer der Spargel werde, hänge besonders vom Wetter ab. "Bleibt die Witterung so gut wie jetzt, kann der Spargel günstiger angeboten werden". Bislang rechnet Plöckl bei der zweiten Qualitätsstufe mit 12 bis 14 Euro pro Kilogramm.

Am Donnerstag, 12. April, eröffnen die Schrobenhauser Spargelbauern auf dem Viktualienmarkt in München offiziell die Saison.

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