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Coronavirus

03.02.2020

Webasto-Firmenzentrale bleibt weiter geschlossen

Das Hauptgebäude der Firma Webasto: Hier hatten die ersten Corona-Infektionen in Deutschland ihren Ausgangspunkt.
Bild: Peter Kneffel, dpa

Acht von zehn Menschen in Bayern, die mit dem Coronavirus infiziert sind, arbeiten bei Webasto. Die Mitarbeiter des Autozulieferers sollen weiter zu Hause bleiben.

Nach Krankheitsfällen mit dem Coronavirus bleibt die Firmenzentrale des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei München weiter geschlossen. Die zunächst bis zum Dienstag geplante Regelung werde bis zum 11. Februar verlängert, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Großteil der Mitarbeiter sei weiter gebeten, im Homeoffice zu arbeiten. Acht Mitarbeiter waren bisher positiv auf die Lungenkrankheit getestet worden, zudem zwei Kinder eines der Erkrankten.

Nach Coronavirus-Fällen: Webasto orientiert sich an Inkubationszeit

"Die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen steht für uns an allererster Stelle. Wir haben daher beschlossen, dass ein Großteil der mehr als 1000 Mitarbeiter weitere neun Tage von zuhause arbeitet. Das sind dann seit unserer Schließung insgesamt zwei Wochen", erläuterte Vorstandschef Holger Engelmann. "Damit orientieren wir uns an der von Experten für den Virus angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen." 

Rund 20 Mitarbeiter sollen am Dienstag trotz der allgemeinen Schließung ihre Tätigkeit in Stockdorf auf freiwilliger Basis wieder aufnehmen. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt gemeinsam mit dem Betriebsrat getroffen worden. Bisher sei es durch das verstärkte mobile Arbeiten der Mitarbeiter des Verwaltungs- und Entwicklungszentrums in Stockdorf zu keinerlei Einschränkungen im laufenden Betrieb gekommen.

Huml: Notfalls Kapazität für mehrere Hundert Coronavirus-Patienten

Unterdessen betont Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU), die bayerischen Arztpraxen und Krankenhäuser seien gut auf eine mögliche Zunahme der Coronavirus-Infektionen vorbereitet. "Wir haben alle ambulanten Ärzte informiert und wir haben auch in den Krankenhäusern Bayerns, vor allem im südbayerischen Raum, nach Bettenkapazitäten gefragt, um hier eine gewisse Vorbereitung zu treffen falls es notwendig sein sollte, mehrere Hundert Personen isolieren zu müssen", sagte Huml dem Radiosender Bayern 2.

Allerdings sei völlig offen, ob sich eine solche Notwendigkeit ergeben und wie sich die Lage entwickeln werde. "Das ist sehr, sehr schwer abzuschätzen. Wir tun alles, dass wir das möglichst eindämmen." Huml sagte weiter, bisher sei es gelungen, die Herkunft der Fälle nachzuverfolgen. "Aber gleichzeitig ist es natürlich so, dass wir noch nicht die Sicherheit haben, dass man sagen kann 'wir haben jetzt die Kette durchbrochen'." (dpa/AZ)

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