Es dauert und dauert. Seit zwei Monaten prüft die Staatsanwaltschaft in München, ob Ex-Koch Alfons Schuhbeck zurück ins Gefängnis muss. Oder präziser: ob seine schwere Krebserkrankung auch in Haft behandelt werden kann. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, die für den Strafvollzug des zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilten Entertainers zuständig ist, sagte auf Anfrage unserer Redaktion: „Die Vollstreckung der Gesamtfreiheitsstrafe ist weiterhin unterbrochen. Es wird noch geprüft, ob und gegebenenfalls wie die notwendige medizinische Behandlung von Herrn Schuhbeck in der Haft fortgesetzt werden kann. Derzeit ist die Prüfung noch nicht abgeschlossen.“
Starkoch Schuhbeck war zuletzt in der JVA Rothenfeld untergebracht
Ursprünglich war die Strafe des 76-jährigen Schuhbeck nur bis zum 15. September unterbrochen gewesen. Er ist nach Angaben seines Anwalts unheilbar an Krebs erkrankt. In der ersten Jahreshälfte durfte er aus der JVA Rothenfeld bei Andechs ausziehen und in seine Wohnung zurückkehren, weil seine Krankheit in Haft nicht ausreichend behandelt werden konnte.
Ex-Promikoch meldet sich mit Videobotschaft
Warum die Prüfung der medizinischen Umstände sich derart lange hinzieht, behält die Staatsanwaltschaft für sich. Man werde sich ausführlicher äußern, sobald die Prüfung abgeschlossen ist, hieß es auf wiederholte Anfrage unserer Redaktion. Schuhbeck selbst hatte sich vergangene Woche überraschend bei einer Dinnershow in München mit einer Grußbotschaft per Video gemeldet.
In einem blauen Hemd sitzt der 76-Jährige da vor einer holzvertäfelten Wand. „Aus bekannten Gründen kann ich heute leider nicht dabei sein“, erklärt er. Nach einer kurzen Lobrede auf die neue Dinnershow ist seine Ansprache nach 73 Sekunden auch schon wieder vorbei: „So, und jetzt hör’ ich auf, reden wir nicht lange rum, fangen wir gleich mal richtig an“, sagt Schuhbeck zum Schluss „Servus, pfiat euch!“
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