Der Gestank nach Toilette schlug Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften schon im Treppenhaus entgegen. Rund um die abgewetzten Holzstufen des nach außen hin prächtigen Altbaus blätterten Putz und Farbe von den Wänden. Jetzt ist hier der Boden mit Folie abgeklebt, in den Sanitärräumen klaffen offen die Backsteinwände, die abmontierten Kloschüsseln liegen draußen am Schultor. Anja Waninger gönnt sich im Pausenhof der Ulrichschule einen Mittags-Burger. Vorhin hatte sie das erste Mal in ihrem Leben ein Schleifgerät in der Hand. Waninger ist Vorsitzende des Elternbeirats an der Förderschule in der Augsburger Innenstadt – und für die nächsten Wochen Bauarbeiterin. „Wahnsinn, wie es hier aussieht“, habe sie gedacht, wann immer sie in der Schule gewesen sei. Doch die Stadt Augsburg machte keine Hoffnung auf eine baldige Sanierung. Also packen die Eltern selbst an.
Schule
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