Die Temperaturen im Freistaat steigen. Abkühlung finden die Menschen in Bayern im Sommer nicht nur in den zahlreichen Freibädern in der Region, sondern auch in einigen Seen. Auch wenn Badeseen als solche ausgezeichnet sind, kommt es in den freien Gewässern immer wieder zu Unfällen. Die Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes hat am Pfingstwochenende den ersten Badetoten der Saison verzeichnet. Nun geben die Experten Hinweise, wie der Badeausflug zu den bayerischen Seen sicher bleibt.
Seen in Bayern: Erster Badetote der Saison am Pfingstsonntag
Wie die Wasserwacht berichtet, starb am Pfingstwochenende ein 40 Jahre alter Mann im Kahler See in Kahl am Main. Sein Tod war der erste Badeunfall der diesjährigen Saison. Seit Anfang Mai sei die Wasserwacht bereits zu Dutzenden Rettungseinsätzen ausgerückt, berichtet sie. Demnach sei der Pfingstsamstag, 24. Mai, der Tag mit den bislang meisten Einsätzen gewesen.
Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern, sagt zu den Gefahren: „Badeunfälle passieren nicht nur weit draußen im Wasser und nicht nur bei schlechten Schwimmern. Sie passieren oft plötzlich, leise und innerhalb weniger Augenblicke.“ Gerade zu Beginn der Badesaison würden viele Schwimmerinnen und Schwimmer ihre Kräfte überschätzen oder die noch niedrigen Wassertemperaturen unterschätzen.
Badesaison in Bayern: So bleibt der Ausflug an den See sicher
Gerade wegen des kalten Wassers in vielen Seen rät die Wasserwacht, mit Bedacht anzubaden. Kälte könne den Körper demnach schnell überfordern. Dies könne unter Umständen sowohl zu einer Unterkühlung als auch zu einem Kälteschock führen. Auch Menschen, die sich gesund und sicher im Wasser fühlen, sind von diesen Auswirkungen nicht ausgeschlossen.
Um Notfälle auszuschließen und sicher baden zu können, gibt die Wasserwacht deshalb über folgende Tipps:
- Langsam ins Wasser gehen und nicht zu lange in kalten Gewässern schwimmen.
- Kinder niemals aus den Augen lassen.
- Die eigenen Kräfte nicht überschätzen, gerade zu Beginn der Saison.
- Im Notfall so schnell wie möglich die Nummer 112 anrufen. Über den Notruf wird auch die Wasserwacht informiert.
- Keine eigenen Rettungsversuche unternehmen, wenn diese das eigene Leben gefährden.
- Stattdessen können Rettungsringe, Leinen, Äste oder weitere Gegenstände ins Wasser gereicht oder geworfen werden.
Hilfe im Notfall: Wasserwacht an mehr als 550 Wachstationen im Einsatz
Der Landesvorsitzende der Wasserwacht, Thomas Huber, sagt: „Wir appellieren […] an alle Schwimmerinnen und Schwimmer, jetzt zum Beginn der Badesaison und auch über den ganzen Sommer hinweg die eigenen Kräfte nicht zu überschätzen. Gehen Sie verantwortungsvoll mit sich und anderen um. Gemeinsam können wir dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und die Badesaison für alle zu einem sicheren und schönen Erlebnis zu machen.“
Laut Angaben der Wasserwacht Bayern beginne die Wachsaison jedes Jahr Anfang Mai. An den Wochenenden und an Feiertagen sind Ehrenamtliche an über 550 Wachstationen im Einsatz. Eigenen Angaben zufolge hat die Wasserwacht über 86.000 aktive Mitglieder.
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