Nahe der S-Bahn-Gleise der S4 bei Fürstenfeldbruck ist ein Hang vom Abrutschen bedroht. Erst im Juli hatte ein Erdrutsch zu einem schweren Bahnunfall in Baden-Württemberg geführt. Damit in Bayern jetzt nicht ein ähnliches Schicksal droht, wird der Hang am Engelsberg bei Fürstenfeldbruck ab dem 20. August instand gesetzt. Denn sonst könnte er auf die Gleise der S4 rutschen. Für die Instandsetzung sind aufwändige Arbeiten nötig.
Bereits seit über einem Jahr fährt die S-Bahn zwischen Geltendorf und München an der betroffenen Stelle mit 40 Kilometern pro Stunde deutlich langsamer als auf dem Rest der Strecke. Davon ist aber nicht nur die S-Bahn betroffen. Auch der Regionalverkehr und die Verbindungen in die Schweiz verkehren auf diesem Streckenabschnitt.
Sanierungsarbeiten an der Strecke der S4: Erste Versuche gescheitert
Zunächst hatte die Deutsche Bahn den Versuch unternommen, den Schaden mit Befestigungssteinen zu sanieren. Weil der Schaden jedoch größer ist als gedacht, gelang es nicht, ihn nur mit Steinen zu flicken.
Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Dezember abgeschlossen sein, teilte ein Sprecher der Bahn zunächst auf Anfrage mit. Mittel eines neuen Verfahrens soll es dieses Mal gelingen, den Hang zu sichern. „Mithilfe des Hydro-Zementations-Verfahrens (HZV) werden dabei mehrere Erdschichten stufenweise abgetragen, mit Beton vermischt und wieder eingebracht, um den Damm langfristig zu stabilisieren“, erklärte der Sprecher.
Die Böschung werde dann mit einer zwei Zentimeter dicken Humusschicht bedeckt, um das Landschaftsbild zu erhalten. Um das Verfahren durchzuführen, sei der Einsatz von Großbaumaschinen wie Baggern und Kippern nötig, erklärte ein Bahnsprecher. Daher könne Lärmbelästigungen während der Instandsetzungsarbeiten nicht ausgeschlossen werden.
Bauarbeiten am Engelsberg: Das bedeuten sie für Fahrgäste
Für Fahrgäste soll es laut Bahnsprecher keine Einschränkungen während der Instandsetzung geben. Die S4 werden von den Bauarbeiten nicht betroffen sein; die Arbeiten finden parallel zum Zugverkehr statt. Nachtsperrpausen, in denen gearbeitet werden soll, gebe es zwar; diese würden den Zugverkehr jedoch nicht beeinträchtigen.
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