Herr Geilhufe, wie gehen Sie in Ihrer Familie mit dem Thema Naturschutz um?
MARTIN GEILHUFE: Ich habe einen fünfjährigen Sohn und wir sind ziemlich viel draußen. Ich nehme ihn auch viel zu Terminen mit, wenn sie draußen sind. Mittlerweile versteht er auch, was sein Papa eigentlich arbeitet, jetzt ist er aber stolz wie Oskar. Im Kindergarten sagt er den Erzieherinnen: „Die Pflanzen stehen alle unter Bund Naturschutz.“ Ich will ihm beibringen, wie kostbar die Natur ist. Ich selbst bin zum Bund Naturschutz gekommen, weil ich als Kind schöne Naturerfahrungen mit intakten Lebensräumen hatte, aber auch Grenzerfahrungen mit Naturgewalten – das prägt.
Machen Sie sich Sorgen, dass es immer schwieriger wird, die Bedeutung von Umweltschutz zu vermitteln, nachdem dieser im Moment in der öffentlichen Debatte nicht sonderlich gefragt ist?
GEILHUFE: Es ist eine Wellenbewegung. Durch die Gemengelage der weltweiten Krisen sind die Menschen in Sorge. Man hat es an dem Run auf die Gasheizungen gesehen. Da sagen die Leute: „Das kenne ich, ich weiß, wie das funktioniert, und im Zweifel sehe ich da eine Gasflamme, die Wärme erzeugt.“ In der Zeit von Krisen und Instabilität greift man auf das zurück, was man kennt. Aber das Thema kommt langsam wieder. Vergangenen Sommer hat Markus Söder damit angefangen, Elektrotankstellen einzuweihen. Und bei der Bevölkerung war es nie ganz weg.
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