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Bergwacht Bayern: Mehr Einsätze im Sommer 2025 als in Vorjahren

Alpen

Bergwacht Bayern: Deutlich mehr Einsätze im Sommer 2025 – Grund ist beliebte Sportart

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    Die Bergwacht rückte im Allgäu aus, weil bei einem Junggesellenabschied zu viel Alkohol floss.
    Die Bergwacht rückte im Allgäu aus, weil bei einem Junggesellenabschied zu viel Alkohol floss. Foto: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

    Bergtourismus wird bei den Menschen immer beliebter. Auch viele Augsburgerinnen und Augsburger zieht es in die nahe gelegenen Allgäuer Alpen. Wandern, Skifahren oder Mountainbiken: Die Region bietet das ganze Jahr zahlreiche Möglichkeiten für Sport und Erholung. Doch viele Ausflügler unterschätzen noch immer die Verantwortung und die Gefahr, die mit dem Ausflug in die Berge einhergeht. Und das kann mitunter tödlich enden. Mittlerweile seien viele in den Bergen unterwegs, die schlecht ausgerüstet seien und wenig Kenntnisse im Bergsteigen hätten, berichtete etwa Hüttenwirt Jürgen Schimmelpfennig aus Warmisried im Landkreis Unterallgäu kürzlich.

    Für die Bergwacht Bayern bedeutet das vorrangig eins: viele Einsätze. Die aktuellen Zahlen im Jahresbericht 2025 zeigen eine „Spitzenzahl“ für den Sommer. Allein zwischen Mai und Oktober vergangenen Jahres mussten die Ehrenamtlichen 3504 Mal ausrücken. Das sind nach eigenen Angaben 200 Einsätze mehr als 2023 und 2024.

    Bergwacht Bayern: Sommer 2025 mit „Spitzenzahl“ an Einsätzen

    Den Anstieg führen die Helferinnen und Helfer auf die beiden Sportarten Wandern beziehungsweise Bergsteigen und Mountainbiken zurück. So kam es beim Wandern/Bergsteigen zu 1895 Vorfällen, mehr als die Hälfte, und zu 709 beim Mountainbiken. In der Kategorie Wandern/Bergsteigen entfielen zehn Prozent der Einsätze auf unverletzte Personen, die in Bergnot geraten waren.

    Zu den besonders geforderten Einheiten gehört die Bergwacht Grainau. Allein im August 2025 rückten die Einsatzkräfte innerhalb von nur zwei Wochen 44 Mal aus. 19 Mal davon am Höllentalferner, Deutschlands größtem Gletscher. Auf Deutschlands höchsten Berg, der Zugspitze, mussten die Retter 2025 so oft wie noch nie zuvor ausrücken. „Manchmal schaudert es mich, wenn ich sehe, wie die Leute da hochgehen“, sagte Bergführer Thomas Exner Ende September.

    Mehr Einsätze für Bergwacht: Unterschied zwischen urbanem Raum und alpiner Welt

    Doch überall in den Bergen häufen sich die Einsätze. Ein paar Beispiele: In der Sächsischen Schweiz brachte die Bergwacht im Dezember einen 21-Jährigen in Sicherheit, der mit Turnschuhen, ohne Schal und Mütze oder Verpflegung aufgebrochen war. In den Dolomiten versuchten mehrere Menschen nur in Turnschuhen, auf 3000 Meter Höhe, durch den Schnee zu wandern.

    Mit Blick auf den traurigen Rekord im Sommer verweist die Bergwacht Bayern auf Peter Paal, Präsident des Österreichischen Kuratoriums. Viele Menschen würden den Unterschied zwischen dem urbanen Raum und der alpinen Welt zunehmend nicht mehr erkennen.

    Immer wieder gibt es schwere Bergunfälle. Ein Experte gibt Tipps für sicheres Winterwandern und erklärt, was man keinesfalls unterschätzen sollte.

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