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Borreliose: Über 500 gemeldete Fälle in Bayern durch Zeckenbisse

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Bayern ist FSME-Risikogebiet: Aber auch über 500 Borreliose-Fälle durch Zecken

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    Bei einem Zeckenbiss besteht ein hohes Risiko, eine ernsthaftere Erkrankung zu erleiden.
    Bei einem Zeckenbiss besteht ein hohes Risiko, eine ernsthaftere Erkrankung zu erleiden. Foto: Sven Hoppe, dpa (Archivbild)

    Im Frühjahr und Sommer blüht die Natur, das Gras sprießt in die Höhe, Spaziergänge im Grün machen wieder mehr Spaß. Wären da nicht kleine Tierchen, die den Spaß ganz schnell verderben können. Zum Start der Pfingstferien warnt die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach vor den Risiken, die ein Zeckenbiss mit sich bringt. Seit Beginn des Jahres verzeichneten die Gesundheitsbehörden bereits mehr als 500 Borreliose-Fälle.

    Bayern gilt laut RKI fast flächendeckend als FSME-Risikogebiet

    In Bayern gelten fast alle Landkreise und kreisfreien Städte laut Robert Koch-Institut als FSME-Risikogebiete. Das Virus löst eine entzündliche Erkrankung des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks aus. Meistens wird dieses Virus über einen Zeckenbiss übertragen. In seltenen Fällen kann es über den Verzehr von Rohmilch oder Rohmilchprodukten übertragen werden. Bislang können nur die Symptome der Infektion behandelt werden, nicht die Erkrankung selbst. Meist können Betroffene auch nach einem schweren Krankheitsverlauf vollständig genesen, wobei Spätfolgen bestehen bleiben können.

    Die Erkrankung verläuft in zwei Phasen: Zunächst treten grippeähnliche Symptome, wie Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen, aber auch Magen-Darm-Beschwerden auf. Nach etwa einer Woche folgen neurologische Symptome. Schutz gegen eine Infektion bietet eine Impfung, die allen Personen in Risikogebieten empfohlen wird. Für einen vollständigen Schutz sind drei Impfungen innerhalb eines Jahres nötig. „Noch sind die Impfquoten zu niedrig“, sagt Gerlach. Nur rund 23 Prozent der Bevölkerung besitzen einen vollständigen Impfschutz.

    In den ersten fünf Monaten des Jahres verzeichnet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bereits 515 Borreliose-Fälle und 14 FSME-Fälle. Im Vorjahreszeitraum waren es 570 Borreliose-Fälle und 21 FSME-Fälle.

    RKI empfiehlt Schutzmaßnahmen beim Aufenthalt in zeckengefährdeten Gebieten

    Die häufigste Erkrankung durch einen Zeckenbiss ist die Borreliose. Für die bakterielle Infektion gibt es bislang keine Impfung, sie kann aber mittlerweile gut mit Antibiotika behandelt werden. Rund zehn bis 20 Prozent der Zecken tragen das Bakterium in sich. Je länger eine Zecke saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion. Darum gilt es, die Zecke schnellstmöglich zu entfernen.

    Frühzeichen einer Infektion ist eine kreisförmige Rötung um die Einstichstelle. Sie tritt meist nach einigen Tagen bis Wochen auf und kann sich auf mehr als fünf Zentimeter ausweiten. Darum wird sie auch Wanderröte genannt. Bei einem Biss sollte die Einstichstelle etwa vier bis sechs Wochen lang täglich kontrolliert werden, um eine Infektion schnell zu erkennen.

    Aber wie vermeidet man eine Infektion am besten? Neben der FSME-Impfung empfiehlt das Robert Koch-Institut, zeckendurchseuchte Gebiete zu meiden. Beim Aufenthalt in der Natur sollte man möglichst geschlossene, helle Kleidung tragen, um Zecken leichter zu erkennen. Danach ist es wichtig, sich selbst und andere intensiv abzusuchen. Das gilt nicht nur für Ausflüge in Wälder, sondern auch nach einem Aufenthalt im Garten oder in Parks. Unbekleidete Körperstellen sollten mit einem zeckenabweisenden Mittel eingesprüht werden. Sollte es dennoch zu einem Biss kommen, muss die Zecke schnellstmöglich vollständig entfernt werden.

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