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Diese vier Orte in Schwaben sind einen Besuch im Frühling wert

Ausflüge

Perfekt für einen Frühlingssonntag: Vier Orte in der Region für einen Mini-Urlaub

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    Auch im Frühling einen Ausflug wert: Die Harburg im Rieskrater.
    Auch im Frühling einen Ausflug wert: Die Harburg im Rieskrater. Foto: Harburg (Archivbild)

    Der Frühling steht vor der Tür, bald tummeln sich Touristen und Ausflügler wieder in den zahlreichen sehenswerten Orten der Region. Wir haben vier Tipps für Städtchen, denen Sie einmal einen Besuch abstatten sollten. Nicht nur im Frühling!

    Mehr als nur die Burganlage: Harburg

    Mit gerade einmal 5598 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) wirkt Harburg wie ein Ort, auf dem man bei der Reise durchs Donau-Ries einfach durchfährt. Und dann sieht man sie plötzlich, eine der besterhaltenen Burganlagen Süddeutschlands, die gleichnamige Harburg, die über dem Ort und dem Wörnitztal thront. 900 Jahre Geschichte können Besucherinnen und Besucher hier erleben, von der Aussicht über den Rieskrater ganz zu schweigen. Den Aufstieg macht man über den Märchenweg, auf dem Kinder und Erwachsene in die Welt der Brüder Grimm und Co. eintauchen können. Wem Neuschwanstein zu voll ist, wer aber Burgen und Schlösser dennoch mag, dem könnte die Harburg sehr gefallen.

    Der Brunnen am Marktplatz ist nur eine der Sehenswürdigkeiten in Harburg.
    Der Brunnen am Marktplatz ist nur eine der Sehenswürdigkeiten in Harburg. Foto: Wolfgang Widemann (Archivbild)

    Wer im Anschluss an einen Besuch auf der Burg noch weiterwandern möchte, kann etwa auf den Bockberg wandern oder zurück im hübschen Harburg durch die kleinen Gässchen spazieren und sich etwa den Marktplatzbrunnen anschauen, der 1997 erbaut wurde und die Harburger Stadtgeschichte erzählt. Im Anschluss kann man über die Steinerne Brücke aus dem Jahr 1784 flanieren oder es sich am Wörnitzstrand gemütlich machen.

    Einer Sage zufolge wohnte Satan einst übrigens in den Felsen des Harburger Schlossberges, nachdem man ihn zuvor im nahegelegenen Kaisheim in einem Glas gefangen hatte, welches von einem Mönch dort im Deckengewölbe der Klosterkirche aufgehängt worden war. Entsprechend heißt der entsprechende Stadtteil Harburgs auch ganz schlicht Höll.

    Was ein Pferd mit dem Stadtwahrzeichen zu tun hat: Lauingen

    Lauingen an der Donau haben viele Ausflügler nicht auf dem Schirm. Dabei hat die Kleinstadt im Landkreis Dillingen einiges zu bieten! Allein der Marktplatz mit dem Rathaus und dem Schimmelturm ist einen Besuch wert. Letzterer ist nicht nur ein toller Aussichtspunkt, sondern seit seinem Bau zwischen 1457 und 1478 ein Symbol der Freiheit der Stadt Lauingen. In den Fundamenten sind unter anderem römische Quadersteine aus dem Kastell Faimingen verwendet worden. Der 54 Meter hohe Turm war außerdem von Anfang an mit Fresken bemalt. Dargestellt sind dort unter anderem eine Szene der Verleihung des Stadtwappens an einen Bürger der Stadt und seinen Schimmel, der dem Turm auch seinen Namen gab.

    Der Schimmelturm ist das Wahrzeichen Lauingens.
    Der Schimmelturm ist das Wahrzeichen Lauingens. Foto: Christian Müller (Archivbild)

    Wer die Donau zunächst also vom Aussichtsturm betrachtet, kann im Anschluss an ihr entlang spazieren. Im Frühling ist das besonders schön! Sehenswert sind außerdem auch die Stadtpfarrkirche St. Martin, die ehemaligen Kloster Augustinerkloster Lauingen und Zisterzienserkloster St. Agnes oder die ehemalige Synagoge.

    Und auch wer Lust auf antike Geschichte hat, ist in Lauingen richtig. Im Ortsteil Faimingen steht ein ehemaliger römischer Tempel, der Apollo-Grannus-Tempel. Von dort stammen auch die Fundamentssteine des Schimmelturms. Heute befindet sich dort ein Freiluftmuseum, in dem man 2000 Jahre alte Geschichte schon fast anfassen kann. Aber bitte nur fast!

    Drei Schlösser und schwäbische Idylle: Krumbach

    Krumbach mag auf den ersten Blick unspektakulär wirken. Doch vielleicht macht genau das den Reiz der schwäbischen Kleinstadt aus. Hier trifft man nicht auf Touristenmassen mit Selfiesticks. Wer Glück hat, hat die Stadt fast für sich allein und kann die Sehenswürdigkeiten in Ruhe genießen: den Marktplatz mit historischem Rathaus von 1679, hübsche schmale Gassen und die beiden Flüsschen, das Krumbächlein und die Kammel. Weiteres Highlight: Ein Renaissanceschloss, das inmitten der Stadt schon fast zufällig wirkt.

    Das Krumbacher Schloss hat eine lange, ereignisreiche Geschichte.
    Das Krumbacher Schloss hat eine lange, ereignisreiche Geschichte. Foto: Peter Bauer (Archivbild)

    Das Krumbacher Schloss wurde 1530 erbaut, die Burgstelle wurde jedoch schon 1125 erstmalig erwähnt, ebenso deren Besitzer, die Herren von Krumbach. Seitdem hat das Schloss im Laufe der Geschichte diverse Funktionen gehabt. Unter anderem diente es als Schule und Amtsgericht, vorübergehend sogar als Gefängnis. Heute ist in den Räumen die Joseph-Bernhart-Fachakademie untergebracht.

    Und wem ein Schlösschen am Tag nicht reicht, hat es in Krumbach nicht weit. Das Wasserschloss Hürben, vermutlich um 1478 errichtet, erreicht man durch den Stadtgarten. Und im Stadtteil Niederraunau steht das gleichnamige Schloss, dessen ursprüngliche Geschichte vermutlich bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht und einige Zeit im Besitz des Adelsgeschlechts derer zu Freyberg war.

    Traumhafte Umgebung und sagenumwobene Quelle: Blaubeuren

    Natürlich liegt Blaubeuren nicht in Bayerisch-Schwaben, sondern in Baden-Württemberg. Die Kleinstadt ist aber gerade einmal 20 Kilometer von Neu-Ulm entfernt und definitiv einen Besuch wert. Der Ort, in dem knapp 13.000 Menschen leben, hat mehr zu bieten, als man vielleicht denkt. Sehenswert ist etwa das ehemalige Kloster Blaubeuren, in dessen Kirche sich ein Hochaltar von 1493 befindet. Im ehemaligen Badehaus des Klosters befindet sich heute das Blaubeurer Heimatmuseum.

    Eindrücklich ist auch die Burgruine Hohengerhausen, auch Rußenschloss genannt, die über der Stadt thront. Die zerfallene Burg wurde um 1080 von Graf Hartmann II. von Dillingen erbaut und in den folgenden Jahrhunderten immer wieder ausgebaut, bis sie 1768 schließlich abgebrochen wurde. Direkt darunter befindet sich die Große Grotte, eine Höhle mit 15m Breite und 28m Höhe, in der archäologische Funde aus der Mittleren Altsteinzeit und Werkzeuge von Neandertalern gefunden wurden.

    Der Blautopf in Blaubeuren ist einen Ausflug wert, nicht nur im Frühling.
    Der Blautopf in Blaubeuren ist einen Ausflug wert, nicht nur im Frühling. Foto: Mathias Struck (Archivbild)

    Andere Sehenswürdigkeiten in Blaubeuren sind neben dem Urgeschichtlichen Museum vor allem Naturdenkmäler. Das Felsenlabyrinth im Achtal, das Felsplateau der ehemaligen Günzelburg und das Geißenklösterle, eine weitere Höhle im Achtal. Die Höhlen rund um die Stadt gehören zum Unesco-Weltkulturerbe.

    Im Frühling besonders schön ist außerdem die Karstquelle des Flusses Blau, der Blautopf. Wer einmal am Blautopf steht, weiß direkt, warum die Quelle und der Fluss ebendiese Namen erhalten haben. Im Sonnenschein leuchtet sie wunderschön türkisblau und ist bei Besucherinnen und Besuchern zurecht ein beliebtes Ausflugsziel. Einer Legende zufolge hat der Blautopf deshalb diese leuchtende Farbe, weil täglich ein Fass Tinte hineingegossen wurde. Außerdem soll eine Nixe im Blautopf leben. Gesichtet wurde sie bislang jedoch nicht - aber vielleicht zeigt sie sich ja in diesem Frühling mal?

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