Nach mehreren frühlingshaft milden Tagen in Bayern kehrt vorerst wieder etwas kühlere Luft zurück. Bereits von Nordwesten her setzt sich im Freistaat das Hoch „Iackl“ durch und sorgt in den kommenden Tagen für zunehmend freundliches Wetter – allerdings mit teils frostigen Nächten und örtlich dichtem Nebel.
Angesichts des plötzlichen Wetterumschungs warnt die Polizei aktuell vor einer gefährlichen Situation: In Grainau sind auf dem Eibsee drei Menschen ins Eis eingebrochen. Wie die Polizei berichtete, konnten alle Verunglückten von der Wasserwacht gerettet werden.
Laut Polizei waren die Menschen im Randbereich der Eisfläche in Not geraten. Einsatzkräfte retteten die Personen mit einem Luftkissenfahrzeug; ein Hubschrauber und zahlreiche Rettungskräfte sowie Polizeibeamte halfen mit. Die drei Verunglückten blieben unverletzt, wie ein Polizeisprecher laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) berichtete.
Warum das Begehen von Eisflächen aktuell gefährlich ist
Angesichts des Notfalls warnte die Polizei ausdrücklich vor dem Betreten von Eisflächen wie zugefrorene Seen, Weiher oder Fließgewässer. Die schon frühlingshaften Temperaturen sorgen zusammen mit der ungleichmäßigen Eisschmelze für hohe Einbruchsgefahr. Die Polizei stuft das Betreten von Eisflächen daher als potenziell lebensgefährlich ein. „Eis trägt nie gleichmäßig“, sagte Thomas Huber, Landesvorsitzender der Wasserwacht Bayern, zur dpa. „Sonneneinstrahlung oder Temperaturwechsel führen dazu, dass selbst scheinbar stabile Eisflächen plötzlich nachgeben können.“
Wenn es bereits zu spät ist, und man sich auf der zu brechen drohenden Eisfläche befindet, raten Bayerisches Rotes Kreuz und Wasserwacht dazu, sich bei nachgebendem Eis sofort flach hinzulegen, um das Gewicht zu verteilen. In Baulage solle man sich dann in Richtung Ufer bewegen und im Notfall den Notruf kontaktieren, berichteten die Experten der dpa. Sie warnen dennoch dringend, sich gar nicht erst in diese Gefahr zu begeben.
Und auch im Straßenverkehr sollten Autofahrer nicht übermütig werden: Noch kann es mancherorts glatt auf den Straßen Bayerns werden. In der Nacht zum Montag, 2. März, klart es vielerorts auf. Vor allem in Südbayern und der Oberpfalz bildet sich jedoch gebietsweise dichter Nebel, örtlich sind Sichtweiten unter 150 Metern möglich. Die Temperaturen sinken verbreitet auf Werte um den Gefrierpunkt, in Tal- und Muldenlagen bis auf minus 3 Grad.
Frühlingshafte Temperaturen bis zu 17 Grad
Der Montag beginnt nach teils zäher Nebelauflösung vielerorts sonnig. An den Alpen halten sich zunächst noch dichte, hohe Wolkenfelder, später bilden sich dort Quellwolken und einzelne Schauer. Die Temperaturen steigen auf 12 bis 17 Grad, mit den höchsten Werten im Raum Aschaffenburg. Es weht schwacher Wind aus Südost bis Ost.
In der Nacht zum Dienstag ist es teils gering bewölkt, teils bildet sich erneut dichter Nebel. Die Frühwerte liegen zwischen plus 4 und minus 2 Grad. Am Dienstag folgt nach örtlichem Nebelauflösung erneut viel Sonne bei lockeren Quellwolken. Die Höchstwerte erreichen 12 bis 17 Grad, der Wind bleibt schwach und kommt aus östlichen Richtungen.
Auch in der Nacht zum Mittwoch ist der Himmel zunächst klar oder nur gering bewölkt, später entsteht gebietsweise Nebel oder Hochnebel. Die Tiefstwerte liegen zwischen plus 4 und minus 2 Grad. Der Mittwoch startet vielerorts nebelig-trüb, bevor sich im weiteren Tagesverlauf – wie zuvor schon an den Alpen – meist die Sonne durchsetzt. Die Temperaturen klettern auf 11 bis 17 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Ost bis Nordost.
In der Nacht zum Donnerstag ist es anfangs klar, später bilden sich erneut örtlich Nebel und Hochnebel. Die Temperaturen gehen auf plus 4 bis minus 2 Grad zurück. Damit setzt sich unter Hochdruckeinfluss insgesamt freundliches, aber nachts weiterhin kaltes Wetter in Bayern fort.
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