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Eisbachwelle sorgt für Spott bei Faschingsumzügen in Bayern

Surfwelle

„Machen uns lächerlich“: Warum die Münchner Eisbachwelle selbst auf einem Umzug im Allgäu für Aufruhr sorgt

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    „München quatscht und eiert, Pforzen surft und feiert“, schrieben die Narren in Pforzen auf ihrem Wagen.
    „München quatscht und eiert, Pforzen surft und feiert“, schrieben die Narren in Pforzen auf ihrem Wagen. Foto: Harald Langer

    München streitet um die Eisbachwelle, im Wasser herrscht seit Monaten Flaute – und Faschingsfans von Oberbayern bis ins Allgäu machen sich einen Spaß daraus. Beim großen Umzug am Faschingssonntag in Pforzen waren Narren sogar mit einem eigenen „Eisbachwellenwagen“ unterwegs. „München quatscht und eiert, Pforzen surft und feiert“, schrieb die Teilnehmergruppe mit der Startnummer 33 auf die eine Seite ihres Wagens, auf die andere „München verkackt, unsere Welle is intakt“.

    Auf dem Wagen bäumte sich eine riesige Pappmaschee-Welle auf, darauf surfte eine Nixe im Neoprenanzug, begleitet von gut gelaunten Narren mit Surfbrettern. Kurz: „Die perfekte Eisbachwelle“, so der Titel des Wagens.

    Surfclub München sieht sich durch Faschingswagen bestätigt

    Beim Surfclub München, der sich nach mehr als drei Monaten ohne Welle mittlerweile in einem offenen Streit mit der Stadt befindet, treffen die Narren damit einen Nerv. Dort herrscht Katerstimmung. „Langsam machen wir uns als München ähnlich lächerlich wie Berlin“, schrieben die Surfer am Mittwochmorgen in einer Pressemitteilung und verwiesen zum Beweis auf die Faschingsgags. München, die Vorzeigemetropole, in einer Reihe mit der Chaos-Hauptstadt Berlin?

    Die Stadtverwaltung dürfte sich gegen diesen Vergleich vehement wehren. Sie begründet das Surfverbot, das aktuell am Eisbach herrscht – obwohl sich dort zuletzt wieder eine Miniwelle aufgebaut hatte –, mit dem gefährlichen Weißwasser, das für Sportler Lebensgefahr berge.

    Auch in Bichl war die Welle Thema

    Die Surfer möchten das nicht hinnehmen und laden in ihrer Mitteilung zu einer Protestveranstaltung am 1. März, direkt an der verschwundenen Weltattraktion am Englischen Garten. „Es wird langsam klar, dass (...) immer mehr normale Bürger dieses kafkaeske Behördenvorgehen im Sinne des Verbots und Verwaltungsirrsinns nicht mehr hinnehmen wollen“, schreiben sie.

    Übrigens nutzten nicht nur die Pforzener Narren die Welle um die Welle als Faschingsvorlage. Beim Umzug in Bichl (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) paddelten Narren auf einem flachen Holzkarren auf ihren Surfbrettern liegend vergeblich einen künstlichen Bach entlang.

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