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Stadt München verbietet Surfen auf der Eisbachwelle: Bedeutet dies das Aus für die Eisbachwelle?

Eisbachwelle

München verbietet Surfen auf der Eisbachwelle: Bedeutet dies das Aus für die Eisbachwelle?

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    Ein bisschen Eisbachwelle ist zurück. Doch das Weißwasser ist zu gefährlich, sagt die Stadt und verbietet das Surfen.
    Ein bisschen Eisbachwelle ist zurück. Doch das Weißwasser ist zu gefährlich, sagt die Stadt und verbietet das Surfen. Foto: Sina-Lara Nachtrub

    Die Welle ist zurück am Eisbach – doch die Surfbretter bleiben draußen. Die Stadt München hat das Surfen auf der Eisbachwelle per Allgemeinverfügung verboten, nachdem sich dort von selbst wieder eine kleine Welle gebildet hatte. Einige Sportler hätten bereits erste Surfversuche gestartet. Wegen einer Wasserwalze sei das jedoch lebensgefährlich. Nach Angaben der Stadt hatte die Surf-Community selbst im Rathaus auf die Risiken hingewiesen – der Surf-Club München ist jedoch „überrascht“ vom Verbot und übt Kritik in einem offenen Brief an die Stadt. Darin fordern sie auch die unverzügliche Aussetzung der Allgemeinverfügung.

    Ein pauschales Verbot sende das falsche Signal, sagt der Surf-Club München

    Max Malsy-Mink vom Surf-Club bestätigt den vorherigen Austausch mit der Stadt und räumt ein, dass die Eisbachwelle derzeit nicht ungefährlich sei. Beim Weißwasser entsteht eine Wasserwalze, die Surfende unter Wasser ziehen kan. „Ein Freischwimmen aus einer Wasserwalze ist kaum möglich. Die Gefahr des Ertrinkens besteht unmittelbar“, heißt es in der Allgemeinverfügung.

    Die Vorschläge des Surf-Clubs seien jedoch nicht berücksichtigt worden, kritisiert Malsy-Mink. „Es ist schade, dass es so hocheskaliert wurde. Wir können nur noch den Kopf schütteln.“ Ein pauschales Verbot sende das falsche Signal. „Die Verwaltung erklärt das Surfen ohne grüne Welle als unsicher und verbietet gleichzeitig die seit mehr als 30 Jahren bewährte Lösung, die genau diese sichere, surfbare Welle schafft“ – gemeint ist der temporäre Einbau einer Rampe.

    Diese Kritik äußert der Surf-Club nun auch in einem offenen Brief an die Stadt München. Darin schreiben sie, dass die Surferinnen und Surfer nie um ein Surfverbot gebeten hätten und fordern die sofortige Aussetzung der Allgemeinverfügung sowie Tranzparenz, wie es zur Entscheidung kam.

    Bald soll ein neuer Versuch zur Wiederherstellung der Eisbachwelle starten

    Nach einer Allgemeinverfügung vom Dezember 2025 war das Surfen bislang erlaubt, sofern sich eine surfbare Welle bildete. Die Welle hatte sich nach Reinigungsarbeiten im Oktober 2025 nicht mehr eingestellt. Zuvor war im April 2025 eine junge Surferin in der Eisbachwelle verunglückt, weshalb die Stadt die Sicherheitsauflagen verschärfte. Eine im Dezember illegal eingebaute Rampe wurde entfernt, es folgten Diskussionen zwischen Stadt und Surf-Community.

    Die Stadt reagierte am Freitag mit einer Erklärung auf den Brief des Surf-Clubs. Sie sei „erstaunt über die Aussagen“ des Surfclubs, wie sie in einer Reaktion auf den offenen Brief schreiben. Der Brief widerspreche den Aussagen des gemeinsamen Gesprächs. „Rechtlich gibt es keinen anderen Weg, als das Surfen auf der gesamten Welle bis auf Weiteres zu verbieten“, schreibt die Stadt. „Eine Unterscheidung in „geübte“ und „nicht geübte“ Surfer zu treffen, ist aus juristischer Sicht nicht möglich.“ Der Surfcommunity sei vorab kommuniziert worden, dass dieser Schritt zwingend erforderlich ist.

    Eigentlich suchen beide Seiten derzeit nach einer gemeinsamen Lösung, um das Surfen wieder zu ermöglichen. Nach der Allgemeinverfügung scheinen die Fronten nun wieder verhärtet zu sein. Dennoch bleibt die Stadt optimistisch: „Seitens der Landeshauptstadt besteht weiterhin der entschlossene Wille, dass die Welle wiederhergestellt sowie konstruktiv daran weitergearbeitet wird“, schreiben sie in der Erklärung. In einem Gespräch vergangene Woche, das Malsy-Mink als „sehr positiv“ bezeichnete, einigten sich Stadt und Surfer auf einen mehrmonatigen Versuch. Schon bald soll ein weiterer Test starten. Die IGSM, die sich ebenfalls für die Belange der Münchner Surfer einsetzt, äußerte sich nicht zur neuen Allgemeinverfügung.

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