Markus Söder polarisiert weiter. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Redaktion geben 49 Prozent der Menschen in Bayern an, dass sie unzufrieden mit dem CSU-Chef sind. Lediglich 38 Prozent stellen Söder ein gutes Zeugnis aus, der Rest ist unentschlossen. Damit kann der Ministerpräsident deine Beliebtheitswerte aus dem Vormonat nicht verbessern. Seit März 2025 übersteigt der Anteil der Unzufriedenen fast durchgehend den der Zufriedenen.
Für Söder kommen die Umfrageergebnisse zur Unzeit, da der parteiinterne Druck auf den CSU-Chef wächst. Nach dem Pfingstbrief Manfred Webers, in dem er eine Kurskorrektur der CSU forderte, und der wachsenden Kritik an der Mütterrente, eines von Söders Lieblingsthemen, steht am 15. Juni die mit Spannung erwartete CSU-Vorstandssitzung an.
Die politische Stimmung in Bayern ist stabil
Immerhin: Die CSU kann sich im Vergleich zur Sonntagsfrage im Mai um einen Prozentpunkt auf 38 Prozent verbessern. Allerdings liegt die Partei von Markus Söder nun schon seit einem Vierteljahr konstant unter den 40 Prozent. Ansonsten ist die politische Stimmung im Freistaat laut Civey-Umfrage stabil: Hinter der CSU folgt die AfD auf dem zweiten Rang, hat mit 19 Prozent aber gerade einmal halb so viele potenzielle Wählerinnen und Wähler wie die Christsozialen. Damit können die Rechtspopulisten zwar derzeit nicht weiter zulegen, scheinen sich aber in Umfragen rund um die 20 Prozent etabliert zu haben.
Grüne (14 Prozent), die sich seit Beginn des Jahres kontinuierlich steigern konnten, und Freie Wähler (zwölf Prozent) halten ihre Werte aus dem Vormonat ebenfalls. Die bayerische SPD verliert einen Prozentpunkt und steht mit sechs Prozent gefährlich nahe an der Hürde, die nötig ist, um in den Landtag einzuziehen. Genau an dieser Fünf-Prozent-Hürde scheitern würden derzeit Linke und BSW (je drei Prozent) sowie die FDP (zwei Prozent).
Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die Frage „Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl in Bayern wäre?" wurden im Zeitraum vom 28.5.2026 bis 11.6.2026 die Antworten von 5000 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt. Für die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder?" wurden im Zeitraum vom 14.5.2026 bis 11.6.2026 die Antworten von 4983 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent.
Das ist unser Bayern-Monitor
Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey untersuchen wir in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.
Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.
Zu den Fragen des Bayern-Monitors gelangen Sie auch hier:
- Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl in Bayern wäre?
- Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsident Söder?
- Welches dieser Themen ist Ihnen gegenwärtig besonders wichtig?
- Wie sicher fühlen Sie sich in Bayern?
Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.
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