Immer öfter kommt die Sonne raus, im Tal wird es schon wieder wärmer, während hoch oben noch Schnee und Eis liegen: Auch wenn Wanderungen auf 2000er im Frühling oft noch besonders umständlich oder gefährlich sind, kann man im März oder April schon ansprechende Touren unternehmen. Wir haben einige Ziele gesammelt, die sich im Frühling besonders lohnen und aus Augsburg oder anderen Teilen Schwabens und Oberbayerns zu erreichen sind.
Kriterien für gelungene Touren in dieser Jahreszeit gibt es einige: Wichtig ist natürlich – wie eigentlich immer – ein besonderes Ziel, mit schöner Aussicht, toller Natur und Gelegenheit zur Erholung. Außerdem soll es eine Einkehr geben. Im Frühjahr ist das oft keine Selbstverständlichkeit, legen doch einige Hütten Winterpausen ein oder ist es im wechselhaften Frühjahrswetter in der Außengastronomie nicht immer gemütlich. Und drittens: Das Ziel soll zwar nach Möglichkeit einen Anstieg mit Gipfel bieten, aber nicht zu hoch liegen, um nicht durch Schnee und Eis stapfen zu müssen.
Schnalzberg
Die bekanntesten Berge im Pfaffenwinkel sind zwar der Hohe Peißenberg und der Auerberg – die man im Frühjahr ebenfalls gut erwandern kann. Doch auch dazwischen gibt es einige Anhöhen, die meist rund 900 Meter Höhe erreichen und gut zu besteigen sind. Der Schnalzberg bei Peiting im Landkreis Weilheim liegt oberhalb der Ammerschlucht – und ist zu Fuß auch genau über diese zu erreichen. Gleich zu Beginn bietet die Runde demnach ihre erste Attraktion, anschließend geht es steil auf den Grasgipfel mit herrlicher Aussicht in Richtung Ammergauer Alpen. Einkehren kann man etwa auf einem Zwischenstopp beim Abstieg mit kleinem Umweg über Böbing. Den Ausgangspunkt der Runde, den Wanderparkplatz „Schnalz“ erreicht man über die Bundesstraßen 17, 23 und 472.
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Pfänder
Deutlich weniger Geheimtipp als der Schnalzberg ist der Pfänder und sein einzigartiger Blick über den Bodensee. Auf dem Weg hinauf fühlt sich der Anstieg wie eine ausgewachsene Wandertour an, in rund eineinhalb bis drei Stunden erreicht man den Gipfel – obwohl man am Ende „nur“ auf 1064 Metern Höhe steht. Das liegt daran, dass der Ausgangspunkt der Wanderung etwa in Bregenz oder Lochau am Seeufer auf weniger als 400 Metern Höhe liegt. Erreichbar ist der Fuß des Pfänder über die A96, mehrere, gut ausgeschilderte Wege führen auf den Berg. Und weil darunter auch gut ausgebaute Asphaltwege und eine Seilbahn sind, finden sich oben gleich mehrere, dauerhaft geöffnete Gasthäuser.
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Kloster Roggenburg
Wer auf der Jagd nach Höhenmetern ist, der wird in Roggenburg nur schwer fündig: Im Kreis Neu-Ulm auf bloß rund 550 Metern gelegen, ist Roggenburg umgeben von sanften Hängen und kleinen Gewässern. Über die A7, A8 oder ganz über Landstraßen gelangt man hierher, Abstellmöglichkeiten für Autos gibt es rund um das Kloster und im Ort einige. Empfohlen wird von der Gemeinde etwa die Weihertour, die an Bachläufen, einer Mühle und zwei Ortschaften entlangführt und am Ende ihrer drei kleinen Anstiege ein paar Aussichtspunkte bietet. Einkehren kann man etwa in der Klostergaststätte.
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Hohenfreyberg und Eisenberg
Nicht nur einen Gipfel, sondern gleich zwei davon mit zudem zwei Burgruinen bietet diese Tour im Ostallgäu. Von oben hat man einen schönen Blick auf die nahegelegenen Allgäuer Berge wie Branderschrofen oder Brentenjoch und befindet sich auf gut 1000 Metern Höhe. Starten kann man in Zell, das etwa über kleinere Landstraßen oder die A7 zu erreichen ist, oder Unterdolden, das etwas tiefer liegt und von wo aus der Anstieg demnach noch ein paar zusätzliche Höhenmeter bietet. Unterhalb der Ruine Eisenberg gelegen ist die Schlossbergalm, in der man sich mit einer Einkehr für den etwa eine halbe Stunde dauernden Anstieg belohnen kann.
Die Tour finden Sie mit diesem Link. Außerhalb von Zell auf dem Weg zum Weiler Schweinegg sowie am Ortsrand von Unterdolden bei der Tretanlage sind Parkplätze vorhanden.
Frauenberg
Kapelle, Burg, Kloster, Altstadt, Aussicht: Eine Tour auf den Frauenberg bei Eichstätt bietet gleich mehrere Highlights. Eichstätt ist unter anderem mit der Regionalbahn über Treuchtlingen oder Ingolstadt oder über die B13 erreichbar, Parkplätze gibt es in der Nähe des Bahnhofs oder auf der anderen Seite des Bergs, erklimmen lässt er sich von mehreren Seiten. Dabei geht es über die steilen Hänge des Altmühltals zwar kaum höher hinaus als etwa in Roggenburg, die Steigungsprozente und die Höhendifferenz machen die Tour aber sicher anstrengender. Einen wirklichen Gipfel gibt es auf dem Frauenberg nicht, nur eine weite Wiesenfläche mit einem Flugplatz und einer Kapelle. Einkehren kann man oberhalb der Stadt in der Burgschenke der Willibaldsburg.
Eine Tour finden Sie mit diesem Link.
Donaublick Graisbach
Auch diese Tour bietet eine Burgruine – und auch für diese Tour muss man nicht in die hohen Berge fahren. Erreichbar sind die Hänge oberhalb der Donau über die Staatsstraße 2215 westlich von Donauwörth, starten kann man etwa in Leitheim oder Lechsend. Den höchsten Punkt der Runde erreicht man auf über 500 Metern an einem namenlosen Hügel oberhalb von Graisbach, in der Nähe des Ortes findet sich eine Burgruine. Zudem bietet die Tour eine alte Linde, das Schloss Leitheim, viel Abwechslung zwischen Fluss und Hügel und vereinzelte Lokale an der Route. Hier sollte man aber unbedingt vorher die Öffnungszeiten prüfen.
Die Tour finden Sie mit diesem Link. Parken kann man unter anderem in den Seitenstraßen der Dörfer entlang der Route.
Blomberg
Der höchste Anstieg unserer Liste liegt in der Nähe von Bad Tölz, das sich aus Schwaben entweder über München und die A8 und A95 oder über die B472 über Peißenberg erreichen lässt. Rund 500 Höhenmeter geht es zum Gipfel hinauf, wo der große Berggasthof dauerhaft geöffnet hat. Auf der Anhöhe finden sich auch einige schöne Aussichtspunkte auf die höheren Berge und viele andere Wanderer. Beachten sollte man bei der Planung, dass am Blomberg auch eine beliebte Rodelstrecke im Winter ist. Erst wenn diese nicht mehr befahren wird, sollte man einen Aufstieg wagen. Für den unteren Teil des Abstieges kann man indes auch die Sommerrodelbahn nutzen.
Die Tour finden Sie mit diesem Link. Kostenpflichtige Parkplätze gibt es an der Talstation der Blombergbahn.
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