Es kommt ja alles wieder, irgendwie, irgendwo, irgendwann. Weil: Die Sehnsucht nach dem Gestern, die ist groß. Ein bisserl Nostalgie eben, ein bisserl Schwelgen im Einst, herrliches Herzbumpern beim Denken ans Damals. In Bayern geht das derzeit besonders gut, der Freistaat ist richtig retro.
Einer, der wieder da ist - Hurra, Hurra -, ist der Kobold mit dem roten Haar. Sogar im Kino. Ab Ende Oktober sind die ersten drei Folgen der Serie "Neue Geschichten vom Pumuckl" auf großer Leinwand zu sehen. Freilich, ohne Gustl Bayrhammer und Hans Clarin ist alles anders – aber die Werkstatt, wenn auch nachgebaut, die wird man wieder sehen. Und auch den Leimtopf, an dem der Kobold festbappt, gibt es noch. Der Kitt zu unserer Kindheit quasi, Kaba auf der Couch und Pumuckl gucken.
Ein Song aus den 80ern wurde auf der Wiesn besonders oft gespielt
Die Vergangenheit war auch auf der auch auf der Wiesn präsent – nicht, was den Bierpreis angeht, versteht sich. Die Maß kostete in den 80ern weniger als die Hälfte von heute, aber das nur am Rande. Jedenfalls: Der Song, der sich dort in die Herzen der Menschen katapultiert hat wie ein mit Schmackes geschleuderter Ball beim Dosenwerfen, ist ein alter Italo-Schlager, der nach Adria, Antipasti und Autobahnraststätte am Brenner klingt: Sará perché ti amo. Wahrscheinlich, weil ich dich liebe, ungefähr so übersetzt man das. Und schon bumpert es wieder, das Herz. Im Discofox-Takt. Wir sind halt gerne von gestern.