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Gymnasium in Bayern: Warum eine neue Schulreform keine Chance hat

Bildung

Die Revolution fällt aus: Warum eine neue Schulreform in Bayern (leider) keine Chance hat

Sarah Ritschel
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    Am Mittwoch beginnt in Bayern das neue Abitur.
    Am Mittwoch beginnt in Bayern das neue Abitur. Foto: Oliver Berg, dpa

    Sitzenbleiben ist teuer für den Steuerzahler. Es ist schlecht für die Lernmotivation. Und, so erklärt es Europas berühmtester Bildungsforscher Andreas Schleicher, der Chef der Pisa-Studie: Sitzenbleiben löst die Probleme in einzelnen Fächern oft nicht auf Dauer, Kinder würden vielmehr dieselben Fehler nochmal machen. Kein Zweifel: Die Ehrenrunde in der Schule gehört reformiert.

    Gezielter beim Sitzenbleiben ansetzen

    Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) hat jetzt ein Konzept fürs Gymnasium vorgestellt, bei dem Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrkräfte gezielt in den Fächern ansetzen, in denen die Lernlücken bestehen – statt den ganzen Stoff eines Schuljahres nochmal durchzukauen. Das Extra-Jahr soll nach den Plänen des BLLV zwar bestehen bleiben, aber pädagogisch eben gezielter genutzt werden. Das wäre grundsätzlich wichtig. Dass aber der Verband seine Reformideen genau jetzt vorstellt, ist ein Problem.

    Reform des Wiederholens in der Schule wäre nötig

    Das Gymnasium hat eben erst die große Reform zurück zum G9 hinter sich. Die Staatsregierung wird die Schulform sicher nicht gleich wieder ummodeln, dazu sind die Beharrungskräfte im Schulsystem zu groß. Und es ist zum aktuellen Zeitpunkt auch verständlich. Heißt: Die Revolution fällt aus. Auch, wenn sie dringend nötig wäre.

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