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Hofbräuhaus: Wie Django Asül über Markus Söder spottet

Hofbräuhaus

Wie Django Asül beim Maibockanstich über Markus Söder spottet

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    Hat der Prominenz wieder eingeschenkt: Django Asül beim Maibock-Anstich im Festsaal des Hofbräuhauses in München.
    Hat der Prominenz wieder eingeschenkt: Django Asül beim Maibock-Anstich im Festsaal des Hofbräuhauses in München. Foto: Felix Hörhager/dpa

    Wer schon immer mal seinen Chef ungestraft nass machen wollte, der sollte den Posten des bayerischen Finanzministers anstreben. Zumindest in der Theorie. In der Praxis aber trat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen kleinen Schritt zur Seite, als sein Finanzchef Albert Füracker am Dienstagabend den Schlegel hob. Schließlich hatte der schon mal neun Schläge gebraucht, um das Bierfass anzuzapfen. Diesmal aber saß der Hahn nach zwei Hieben und der Maibock floss unfallfrei im Münchner Hofbräuhaus.

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    Die Veranstaltung dort ist so etwas wie der kleine Bruder des berühmten Derbleckens auf dem Nockherberg: weniger aufgetakelt, weniger bekannt. Was ein wenig ungerecht ist, schließlich wird der Maibock nach Hofbräu-Angaben schon seit 1614 gebraut und ist damit das älteste Münchner Bockbier. Die Paulaner-Mönche folgten mit ihrem Starkbier erst einige Jahre später und hatten damals keine Ahnung, welcher Auftrieb eines Tages um ihr Salvator-Bier gemacht werden würde.

    Doch zurück ins Hofbräuhaus, das dank einer offensiven Marketing-Strategie längst nicht mehr nur in München steht und wo rund 600 Gäste auf die Fastenpredigt von Django Asül warteten. Es war bereits der 16. Auftritt des Kabarettisten an dieser Stelle und auch das ist ein Unterschied zum Nockherberg, wo die Fastenprediger schnell der Bannstrahl der Brauerei trifft. Auch Asül hat das einst erfahren müssen. Im Anschluss heuerte ihn der damalige Finanzminister Erwin Huber an und da ist er heute noch – der Django. Huber ist schon seit Jahren Polit-Pensionär und nervt seinen Nach-Nachfolger als Parteichef dann und wann mit ungebetenen Ratschlägen.

    Auch diesmal kam Söder natürlich nicht ungeschoren davon. Nachdem er im Vorjahr der Koalitionsverhandlungen wegen in Berlin war, saß der Ministerpräsident nebst Gattin und weiten Teilen seines Kabinetts diesmal wieder auf den vorderen Plätzen. Denn auch der (mit Verzögerung) im bayerischen Fernsehen übertragene Maibock-Anstich ist für Bayerns Politprominenz ein Pflichttermin oder - um es mit Gastgeber Füracker zu sagen - „wer den Maibock negiert, der bald nicht mehr regiert.“ Als warnendes Beispiel nannte er Münchens abgewählten OB Dieter Reiter (SPD).

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    Damit aber keiner beleidigt ist, werden Regierung und Opposition schön ausgewogen mit Spott bedacht. Asül bescheinigte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, dass er normalerweise nicht einmal mit null Prozent nüchtern wirke. Söder wiederum durfte hören, dass die Niederlagen der CSU bei den Kommunalwahlen gegen die Freien Wähler Teil einer ausgefeilten Strategie waren, um den Koalitionsfrieden zu wahren. Und überhaupt: „Schuld ist immer der, der auf dem Plakat drauf ist, und nicht der Parteichef.“ Daneben ein paar Sprüche auf Kosten der Bahn und der Berliner Koalition (“Nicht-Regierungsorganisation“) - der vielfach ausgezeichnete Kabarettist Asül, seit 30 Jahren im Geschäft, setzte seine Pointen souverän, trat seinen „Opfern“ aber nicht allzu sehr auf die Zehen. Ernsthaft verschnupft gab sich jedenfalls keiner hinterher.

    Vorsicht Starkbier: Markus Söder, Albert Füracker und Jörg Lehmann, Direktor des Staatlichen Hofbräuhauses (von links) stehen beim Maibock-Anstich 2026 im Festsaal des Hofbräuhaus. Foto: Felix Hörhager/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
    Vorsicht Starkbier: Markus Söder, Albert Füracker und Jörg Lehmann, Direktor des Staatlichen Hofbräuhauses (von links) stehen beim Maibock-Anstich 2026 im Festsaal des Hofbräuhaus. Foto: Felix Hörhager/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Felix Hörhager/dpa

    Was gut ist für Asül - schließlich will er ja wiederkommen und sein Publikum kann er sich bei dieser Veranstaltung nicht aussuchen, dessen Zusammensetzung Gastgeber Füracker, dem das staatliche Hofbräuhaus untersteht, so beschreibt: „Ich grüße alle Eingeladenen, alle, die sich eingeschlichen haben, alle, die sich reingedrängt haben, alle, die mich genervt haben, dass sie reindürfen und alle, die am Schwarzmarkt die letzten Karten noch erfolgreich erwerben konnten.“ Na dann Prost.

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