Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten

Holetschek statt Ferber - was steckt hinter der Rochade bei der Hanns-Seidel-Stiftung?

CSU

Neuer Job: Klaus Holetschek bekommt noch mehr Einfluss in der CSU

  • |
  • |
  • |
  • |
    Auf dem Weg: Markus Söder (links) hat Klaus Holetschek als neuen Chef der Hanns-Seidel-Stiftung vorgeschlagen.
    Auf dem Weg: Markus Söder (links) hat Klaus Holetschek als neuen Chef der Hanns-Seidel-Stiftung vorgeschlagen. Foto: Pia Bayer, dpa

    Mitten hinein in die Debatte um den künftigen Kurs der CSU hat Parteichef Markus Söder eine Personalie verkündet, die weitere Dynamik im innerparteilichen Machtkampf entfalten könnte. Klaus Holetschek soll an die Spitze der parteinahen Hanns-Seidel-Stiftung rücken und sie zur Ideenschmiede der CSU machen. Damit bekommt der 61-Jährige noch mehr Einfluss, denn seinen Posten als Vorsitzender der Landtagsfraktion wird er behalten, wie er unserer Redaktion bestätigte.

    Markus Ferber gibt den Vorsitz nach sechs Jahren ab

    Die Stiftung, benannt nach dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden, leistet politische Bildungsarbeit. Seit 2020 führt der Europaabgeordnete Markus Ferber die Organisation. In einem Brief an Mitglieder und Mitarbeiter kündigte er nun seinen Rückzug auf eigenen Wunsch an. Für die Wahl eines neuen Chefs am 19. Juni schlug Söder daraufhin Holetschek vor. Damit wird dieser schon zum zweiten Mal Nachfolger von Ferber. 2023 löste er ihn bereits als CSU-Chef in Schwaben ab.

    „In herausfordernden Zeiten für unsere Demokratie ist es nun an der Zeit für ein umfassendes Update: Die Hanns-Seidel-Stiftung soll sich künftig noch mehr um die sinnstiftenden Fragen kümmern, die unsere Gesellschaft bewegen“, erklärte Söder die Idee hinter der Personalrochade. Ferber habe „hervorragende Arbeit geleistet“, Holetschek sei als ehemaliger Mitarbeiter der Stiftung „ein echter Insider und mit allen Strukturen vertraut“.

    Markus Söder steht in der CSU unter Druck

    Söder steht parteiintern unter Druck, musste schon bei seiner Wiederwahl zum Parteichef einen herben Dämpfer hinnehmen und brachte die eigene Basis nach der Kommunalwahl gegen sich auf. Sein langjähriger interner Rivale Manfred Weber goss mit einem „Pfingstbrief“ an die Parteifreunde zusätzlich Öl ins Feuer. Am kommenden Montag dürfte es in der Sitzung des CSU-Vorstandes hinter verschlossenen Türen hoch hergehen.

    Bei der Frage, wie die Macht in der CSU auf mehrere Schultern verteilt werden könnte, spielen neben Weber auch Ilse Aigner, Alexander Dobrindt und eben Klaus Holetschek eine entscheidende Rolle. „Mit der neuen Doppelfunktion als CSU-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender der HSS möchte ich Brücken bauen, den Dialog stärken und die Stiftung kraftvoll und zukunftsorientiert weiterentwickeln“, sagte Holetschek unserer Redaktion und bedankte sich bei Ferber, der die Stiftung „mit klarem Kurs durch nicht einfache Zeiten“ geführt habe.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren