Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten

Isar Aerospace: Raketenstart in Norwegen abgebrochen

Raumfahrt

Raketenstart von Isar Aerospace erneut abgebrochen

  • |
  • |
  • |
  • |
    Vorbereitungen zum Testflug am Weltraumbahnhof in Norwegen.
    Vorbereitungen zum Testflug am Weltraumbahnhof in Norwegen. Foto: Isar Aerospace, dpa

    Eigentlich sollte die bayerische Rakete vom Unternehmen Isar Aerospace bereits im Januar ins All starten. Ein defektes Ventil, das an der Startrampe auffiel, machte damals einen Strich durch die Rechnung. Beim Ersatztermin sagten die Betreiber wegen starker Windböen ab. Im März musste das Team den Countdown wegen eines Fischerbootes abbrechen. Jetzt wurde auch der dritte Startversuch, geplant für Donnerstagabend, 9. April, 22 Uhr, abgebrochen.

    Isar Aerospace plante Raketenstart auf Andøya für 22 Uhr

    „Isar Aerospace nimmt Abstand vom heutigen Startversuch, um ein Leck in einem Druckbehälter zu untersuchen“, teilte das Unternehmen eine gute Stunde vor dem geplanten Abheben mit. Die entsprechenden Teams machten sich ein Bild und würden dann über die nächsten Schritte entscheiden.

    Es war der vierte Anlauf des Münchner Unternehmens, eine Rakete in den Erdorbit zu schießen. Ein erster Start im vergangenen Jahr wurde nach 30 Sekunden beendet. Die Rakete explodierte kurz nach dem Launch. Eine zweite Rakete sollte dann im Januar abheben. Dieser Start wurde wegen eines Defektes an einem Druckventil verschoben. Geplant war dann, dass die Rakete im März abheben soll.

    Raketenstart in Norwegen: Isar Aerospace streamt Launch auf YouTube

    Die Wetterbedingungen auf der Insel Andøya waren dieses Mal gut, jedoch sorgte ein Fischer für den Abbruch des Starts. Dieser hatte mit seinem Boot die maritime Sicherheitszone um den Weltraumbahnhof Andøya nicht rechtzeitig verlassen, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa) mit Verweis auf die norwegische Zeitung Kyst og Fjord (Küste und Fjord). Der Fischer bestritt in dem Gespräch mit der Zeitung eine absichtliche Sabotage des Starts.

    Die Rakete von Isar Aerospace auf dem Startplatz in Norwegen.
    Die Rakete von Isar Aerospace auf dem Startplatz in Norwegen. Foto: Brady Kenniston/Isar Aerospace, dpa

    Ein konkretes Ziel für den Test, wie das Erreichen der Umlaufbahn, hat Geschäftsführer Daniel Metzler im März laut Tagesschau nicht benannt. Ziel sei demnach, die einzelnen Systeme zu testen. Auch heute könnte es darum zu einer Explosion der Rakete kommen.

    Mikrolauncher aus Bayern bringt kleine Nutzlast ins All

    Die Spectrum-Rakete, die dann startet, ist eine zweistufige Trägerrakete, die bis zu eine Tonne Nutzlast in niedrige Erdumlaufbahnen befördern kann. Wie auch die Raketen der Rocket Factory in Augsburg oder der baden-württembergischen Hyimpulse gehört die Spectrum-Rakete zur Klasse der Mikrolauncher. Obwohl 30 Meter Höhe nicht klein erscheinen, sind diese zu klein, um beispielsweise Satelliten des Navigationssystems Galileo ins All zu bringen.

    Isar Aerospace ist ein Start-Up aus Ottobrunn bei München. Es wurde 2023 vom amerikanischen Raumfahrtmagazin Space News als „Startup of the Year“ ausgezeichnet und bekam seit seiner Gründung unter anderem Fördergelder von Airbus, dem Nato Innovation Fund und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). (mit dpa)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren