Immer mehr Menschen in Bayern leben allein – ein Trend, der bereits seit Jahrzehnten anhält. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Bayerischen Landesamts für Statistik auf Basis des Mikrozensus.
Demnach lebten im vergangenen Jahr rund 2,7 Millionen Menschen im Freistaat in Einpersonenhaushalten. Das entspricht etwa jeder fünften Person. Insgesamt bestehen 41 Prozent aller Haushalte in Bayern aus nur einer Person. Dieser Wert entspricht nahezu dem bundesweiten Durchschnitt.
Singlehauptstadt Augsburg
Besonders deutlich ist die Entwicklung in den Städten. In den bayerischen Großstädten etwa ist inzwischen jeder zweite Haushalt ein Singlehaushalt. In München liegt der Durchschnitt bei 49 Prozent, in Nürnberg bei 47 Prozent und in Augsburg sogar bei 52 Prozent aller Haushalte.
Ein Blick zurück zeigt, wie stark sich die Lebensformen in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben. Seit 1965 hat sich die Zahl der Haushalte in Bayern nahezu verdoppelt – von 3,4 auf 6,4 Millionen. Gleichzeitig ist der Anteil der Einpersonenhaushalte von 23 auf 41 Prozent gestiegen. Große Haushalte findet man hingegen immer seltener. 1965 bestand noch jeder zweite Haushalt aus mindestens drei Personen, 2025 waren es lediglich 26 Prozent aller Haushalte.
Jüngere Männer sowie ältere Frauen leben häufiger alleine
Unterschiede zeigen sich besonders beim Alter und Geschlecht. Während vor allem jüngere Männer häufiger allein leben als gleichaltrige Frauen, kehrt sich dieses Verhältnis im höheren Alter um. Bei den über 75-Jährigen sind rund drei Viertel aller alleinlebenden Personen weiblich, was auch auf die höhere Lebenserwartung von Frauen zurückzuführen ist.
Insgesamt lebten 2025 rund 13,2 Millionen Menschen in etwa 6,4 Millionen Haushalten in Bayern. Im Schnitt leben damit zwei Personen in einem Haushalt zusammen.
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