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Kommentar: Bayerische Staatsregierung spart Energie ohne Elan

Kommentar

Bayerische Staatsregierung spart Energie ohne Elan

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    Die bayerische Regierung hat einen Plan zum Energiesparen vorgestellt. Dabei könnte sie noch viel mehr tun. (Symbolbild)
    Die bayerische Regierung hat einen Plan zum Energiesparen vorgestellt. Dabei könnte sie noch viel mehr tun. (Symbolbild) Foto: Marijan Murat, dpa

    Die bayerische Staatsregierung geht mit ihrem Fünf-Punkte-Plan zum Energiesparen in die richtige Richtung – allerdings in gemächlichem Tempo. Die Maßnahmen, die in der Staatsverwaltung nun getroffen werden, sind allesamt gut und notwendig. Gleichermaßen kommen sie spät und wirken zum Teil so einfallsreich wie eine Energiesparlampe im Jahr 2022.

    „Absenken, Optimieren, Abschalten, Organisieren, Informieren“ lautet der bayerische Fünfklang und man fragt sich, warum der nicht schon vor Wochen, ja nicht schon vor Jahren erklungen ist. Heizungen besser einstellen, unnötige Verbraucher abschalten, Mitarbeiter schulen – für solche Erkenntnisse braucht es eigentlich keine weltweite Energiekrise. Man will gar nicht wissen, wie viel Strom, Wasser und Gas der Freistaat seit Jahr und Tag unnötig verbraucht.

    Bayerische Regierung könnte mit gutem Beispiel vorangehen

    Besser spät als nie, könnte man sagen. Doch am Ende bleibt der Eindruck hängen, dass der Freistaat zwar seinen Teil zum Energiesparen beiträgt. Mehr aber auch nicht. Das ist schade. Denn eine mit mehr Elan, Ideenreichtum und Konsequenz voranschreitende Staatsregierung könnte womöglich auch einen Impuls an private Haushalte, Kommunen oder Wirtschaft senden – ein überzeugtes „Auf geht’s, lasst uns alle gemeinsam Energie sparen!“.

    Dafür wären aber andere Botschaften nötig gewesen. Zum Beispiel eine Zielvorgabe, die über die 15 Prozent hinausgeht, die europaweit ohnehin alle leisten sollen. Oder verbindliche Vorgaben für Kommunen statt einer Empfehlung, es dem Freistaat gleich zu tun. So klingt das Signal der Staatsregierung eher wie ein zerknirschtes „Na gut, dann mach’ mer’s halt“.

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