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Kommentar: Hochwasser: Es braucht endlich eine ehrliche Diskussion über eine Pflichtversicherung

Kommentar

Hochwasser: Es braucht endlich eine ehrliche Diskussion über eine Pflichtversicherung

Sonja Dürr
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    Flutschäden in Günzburg: Wenn Anwohnerinnen und Anwohner nicht versichert sind, muss der Staat für einen Teil der Schäden aufkommen.
    Flutschäden in Günzburg: Wenn Anwohnerinnen und Anwohner nicht versichert sind, muss der Staat für einen Teil der Schäden aufkommen. Foto: Alexander Kaya (Archivbild)

    Das Juni-Hochwasser hat Bayern härter getroffen als Baden-Württemberg. Dies liegt daran, dass das Flutgebiet im Freistaat größer war. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass in Bayern nur 38 Prozent der Gebäude gegen Elementarschäden versichert sind, im Ländle sind es, aufgrund einer jahrzehntelang geltenden Versicherungspflicht, 94 Prozent. Dadurch sind in Bayern weit mehr Flutopfer auf Staatshilfen angewiesen. Und deswegen pocht man in München auch so vehement auf Finanzhilfen aus Berlin, nicht aber in Stuttgart.

    Klar ist: Angesichts zunehmender Extremwetter braucht es endlich eine ehrliche Diskussion über eine Versicherungspflicht gegen Elementarschäden. Das Problem besteht ja darin, dass diejenigen, die eine Versicherung am dringendsten bräuchten, keinen Anbieter finden – oder die immens hohen Prämien nicht stemmen können.

    Fluthilfe: Wer in einem Risikogebiet wohnt, muss einen höheren Beitrag leisten

    Wie es funktionieren kann, zeigt Frankreich, wo ein gewisser Prozentsatz aller Prämien in einen Solidaritätsfonds fließt. Dies bedeutet nicht, dass alle einen Einheitspreis zahlen. Denn klar muss sein: Wer in einem Risikogebiet wohnt, muss einen höheren, aber bezahlbaren Beitrag leisten.

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