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Einen Tag nach der Flucht: Geldautomatensprenger von Ehekirchen in Untersuchungshaft

Thierhaupten

Spektakulärer SEK-Einsatz bei Thierhaupten: Mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger in Untersuchungs-Haft

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    Die vier Männer sind laut Polizei erst am Sonntag aus den Niederlanden angereist und hatten es auf diesen Geldautomaten abgesehen.
    Die vier Männer sind laut Polizei erst am Sonntag aus den Niederlanden angereist und hatten es auf diesen Geldautomaten abgesehen. Foto: Stefan Puchner, dpa

    Einen Tag nach ihrer spektakulären Festnahme bei Thierhaupten im Landkreis Augsburg sind die vier mutmaßlichen Geldautomaten-Sprenger in Untersuchungshaft überführt worden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag mit Verweis auf einen Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts. Demnach habe ein Ermittlungsrichter einen Haftbefehl ausgesprochen.

    Nächtlicher Polizeieinsatz bei Thierhaupten: SEK stoppt Verdächtige mit Nagelsperre

    Die Festnahme am Montagmorgen hatte für Aufsehen gesorgt. Nachdem die vier Männer aus den Niederlanden um circa 4.10 Uhr einen Geldautomaten in Ehekirchen in Oberbayern gesprengt haben sollen, waren sie mit ihrem Auto über die Staatsstraße 2035 in Richtung Süden geflüchtet. Schon am Montag hatte ein Sprecher des Landeskriminalamts unserer Redaktion geschildert, dass ein Spezialeinsatzkommando die Flüchtigen allerdings zügig ausfindig machen konnte: Bei einer Scheune bei Thierhaupten, wo sie sich offensichtlich verstecken wollten. Doch die von den Einsatzkräften ausgelegte Nagelsperre ignorierten die Männer.

    Auch nachdem sie von den Einsatzkräften gerammt wurden, versuchten die Verdächtigen noch zu flüchten – vergeblich.
    Auch nachdem sie von den Einsatzkräften gerammt wurden, versuchten die Verdächtigen noch zu flüchten – vergeblich. Foto: Stefan Puchner, dpa

    Mit beschädigten Reifen kamen sie dann allerdings nicht mehr weit: Ein Fahrzeug der Einsatzkräfte rammte sie und brachte das Fluchtauto so schließlich zum Stehen – etwa 20 Kilometer vom eigentlichen Tatort im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen entfernt. Der Versuch, zu Fuß weiter zu flüchten, konnte von den Beamten schnell unterbunden werden.

    Wie der Sprecher unserer Redaktion bereits am Montag mitgeteilt hatte, handelt es sich bei den Männern möglicherweise um Zugehörige einer Bande, die sich auf das Sprengen von Geldautomaten spezialisiert hat. Sie seien erst am Sonntag nach Deutschland eingereist, auch der weitere Hergang könne als „klassisch“ für solche Taten angesehen werden. Der entstandene Schaden liegt Schätzungen der Sparkasse Altbayern nach im mittleren sechsstelligen Bereich.

    Immer wieder sorgen Sprengungen wie diese für Polizeieinsätze. Das gilt sowohl bundesweit als auch in der Region, wie etwa erst im November in Meitingen zu sehen war.

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