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Geldautomat in Ehekirchen gesprengt: SEK überwältigt vier Tatverdächtige

Ehekirchen/Thierhaupten

Spektakuläre Festnahme nach Geldautomaten-Sprengung: SEK rammt Fluchtfahrzeug

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    Mit diesem roten Wagen wollten die mutmaßlichen Geldautomaten-Sprenger fliehen. Doch das SEK setzte sie fest.
    Mit diesem roten Wagen wollten die mutmaßlichen Geldautomaten-Sprenger fliehen. Doch das SEK setzte sie fest. Foto: Stefan Puchner, dpa

    Vier Männer aus den Niederlanden sollen am frühen Montagmorgen, 22. Dezember, einen Geldautomaten in Ehekirchen (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) gesprengt haben. Anschließend flohen sie – doch die Tatverdächtigen kamen nicht weit. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) rückte an und machte die vier Personen direkt im Anschluss im Landkreis Augsburg ausfindig.

    Geldautomat gesprengt in Ehekirchen: Was ist über die Tat bekannt?

    Laut Polizei trug sich der Vorfall in einer Sparkasse Altbayern-Filiale im oberbayerischen Ehekirchen zu. Gegen 4.10 Uhr sei es den Personen gelungen, das Gerät mit Sprengstoff zu öffnen. Der Geldausgabeautomat befindet sich nach Angaben der Beamten in der Filiale, die wiederum in einem Geschäftsgebäude untergebracht ist. Verletzt wurde demnach niemand, über die Höhe des Schadens und der Beute ist bisher nichts bekannt. Die Ermittlungen des Bayerische Landeskriminalamt dazu laufen.

    Geldautomaten-Sprengung in Ehekirchen: SEK rammt Fluchtfahrzeug

    Wie Kriminaldirektor Jürgen Harle vom Landeskriminalamt im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet, hätten die Tatverdächtigen den Tatort nach der Sprengung mit einem roten Alfa Romeo des Typs Stelvio Quadrifoglio verlassen und seien auf der Staatsstraße 2035 Richtung Süden geflüchtet. Bei Thierhaupten hätten sie dann versucht, sich mit ihrem Fahrzeug in einer Scheune zu verstecken. Das SEK habe die Scheune schließlich umstellt und eine Nagelsperre ausgelegt. Diese haben die Tatverdächtigen anschließend überfahren und versucht, ihre Flucht mit platten Reifen fortzusetzen. Ein Einsatzfahrzeug des SEK rammte den Alfa Romeo und brachte ihn so zum Stehen. Als die vier Männer zu Fuß flüchten wollten, wurden sie von den Beamten überwältigt.

    Wie Kriminaldirektor Harle weiter erklärt, seien die Tatverdächtigen erst am Sonntagabend aus Niederlanden eingereist und gehören mutmaßlich einer Geldautomatensprenger-Bande an. Darauf würde auch der Tathergang hindeuten, den Harle als „klassisch“ bezeichnet. Demnach öffneten die Täter den Automaten, führten den Sprengstoff ein und zündeten die Ladung. Welcher Sprengstoff genau zum Einsatz kam, werde derzeit untersucht. Harle geht jedoch davon aus, dass, wie meist bei diesen Fällen, ein Blitzknallsatz verwendet wurde, wie er auch im Silvesterfeuerwerk zu finden ist. Am Dienstag werden die Tatverdächtigen dem Haftrichter vorgeführt.

    Die Geldautomatensprengung war nicht die erste in letzter Zeit. Immer wieder haben es Kriminelle in der Region auf die Geräte abgesehen, zuletzt etwa in Meitingen.

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