Wegen Totschlags steht ab heute ein 39-Jähriger vor dem Landgericht Memmingen. Dem Landwirt wird vorgeworfen, seine damalige Freundin in Lauben im Unterallgäu getötet und ihre Leiche in einem nahen Waldstück versteckt zu haben. Wir berichten über den Prozessauftakt hier im Live-Blog.
Vermisst in Lauben, dann der schreckliche Verdacht - der Fall im Überblick
- Angehörige melden die zweifache Mutter aus Lauben im Unterallgäu am 7. August 2025 bei der Polizei als vermisst. Angeblich habe sie nach einem Streit mit ihrem Lebensgefährten das Haus verlassen und sei seitdem nicht mehr aufgetaucht.
- Polizeibeamte entdecken wenig später auf dem Freizeitgrundstück der Familie nahe Erkheim das Auto der Vermissten. Von ihr selbst fehlt jede Spur.
- Wenig später wird an einem Parkplatz in Landsberg am Lech die Geldbörse der Frau gefunden.
- Gut zwei Wochen nach dem Verschwinden der 36-Jährigen richtet die Kripo Memmingen die Ermittlungsgruppe „Koppel“ ein – der Name ist angelehnt an das Grundstück, auf dem das Auto gefunden worden war. Man könne weder ein selbstständiges Verschwinden der Frau, noch einen Unfall oder ein Gewaltverbrechen ausschließen, heißt es in Ermittlerkreisen.
- Am 27. August durchsuchen etliche Polizeibeamte die Gegend rund um Lauben im Unterallgäu.
- Am 28. August rückt die Spurensicherung im Haus der Familie in Lauben an. Später gibt die Polizei bekannt: In einem Waldstück haben die Ermittler eine Leiche gefunden - es ist die vermisste Frau. Der Lebensgefährte der Frau stehe unter dringendem Tatverdacht, heißt es. Gegen ihn ergeht später Haftbefehl.
Für den Prozess gegen den Angeklagten (Verteidigerinnen Christina Mucha und Anja Mack) hat das Memminger Landgericht sechs Tage anberaumt. Ein Urteil wird für den 21. Mai erwartet.
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