Der Haushaltsdiscounter Mäc-Geiz ist pleite. Wie aus amtlichen Bekanntmachungen hervorgeht, reichte das Unternehmen am Dienstag, 12. Mai, einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Halle an der Saale ein. Nun kommen mehr als 180 Filialen auf den Prüfstand. Darunter auch fünf bayerische Standorte. Wie geht es jetzt weiter?
Mäc-Geiz prüft alle Filialen auf Wirtschaftlichkeit
Mäc-Geiz beschäftigt bundesweit etwa 1200 Angestellte. Die meisten von ihnen arbeiten in Filialen im Norden und Osten Deutschlands. Vorerst soll der Geschäftsbetrieb zwar aufrechterhalten werden, wie das Unternehmen mitteilte, aber in Zukunft müssten wohl einige Filialen schließen. Mäc-Geiz werde sich grundlegend neu aufstellen, so die Mitteilung.
Sämtliche Standorte werden hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Situation und Profitabilität geprüft. Welche genau davon betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Für drei Monate erhalten die Beschäftigten Insolvenzgeld. Laut Discounter gehe die Insolvenz auf die anhaltende Konsumzurückhaltung der Verbraucher, steigende Lebenshaltungskosten sowie wirtschaftliche Unsicherheiten zurück. Auch die Kündigung der Warenkreditversicherung sei ein Aspekt.
Mäc-Geiz betreibt fünf Filialen in Bayern
Neben den Filialen im Norden und Osten betreibt Mäc-Geiz auch Filialen in Bayern. Sie befinden sich in Nürnberg, Röthenbach, Bad Kissingen, Bad Neustadt und Münchberg. Inwiefern diese von eventuellen Schließungen betroffen sind, ist derzeit nicht bekannt.
Erst kürzlich übernahm die Kodi Beteiligungs GmbH die Kette. Bisheriger Gesellschafter war die MTH Retail Group mit Sitz in Österreich. Die Markennamen sollen bestehen bleiben. Zur Produktpalette des Discounters gehören Haushaltsprodukte sowie Artikel aus den Bereichen Drogerie, Tiernahrung, Nahrungsmittel, Schreibwaren, Textilien und weiteres.
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