Am Münchner U-Bahnhof Olympiazentrum ist in der Nacht auf Sonntag ein Mann in den Gleisbereich gestürzt und von einem einfahrenden Zug erfasst worden. Über das Unglück informierte die Polizei der Landeshauptstadt in einem Bericht.
U-Bahn-Unglück in München: Mann stolpert und gerät in den Gleisbereich
Der Schilderung der Beamtinnen und Beamten zufolge habe sich der Mann gegen 1.30 Uhr kurz vor Einfahrt eines Zuges auf den Weg zur Bahnsteigkante gemacht. Dabei sei er ins Stolpern geraten und auf das Gleis gestürzt – wenige Sekunden bevor der Zug eingefahren sei.
Obwohl der U-Bahnfahrer sofort eine Notbremsung eingeleitet habe, sei der Mann erfasst und tödlich verletzt worden. Die Identität des Mannes werde noch ermittelt. Nach derzeitigem Kenntnisstand geht die Polizei jedoch von einem Unfall aus.
Bericht: Stadt München vertagte Pilotprojekt für mehr Sicherheit an U-Bahnhöfen
Nach dem Sturz habe das Gleis rund zwei Stunden lang gesperrt werden müssen. Der Verkehr der Linie U3 sei in der Nacht deshalb beeinträchtigt worden. Ein Kriseninterventionsteam habe sich den Polizeiangaben zufolge im Anschluss an den Unfall um den U-Bahnfahrer gekümmert.
Über die Sicherheit an Münchner U-Bahnhöfen wird seit längerer Zeit diskutiert, wie die Süddeutsche in Zusammenhang mit dem Unglück schrieb. Einem Bericht der Zeitung zufolge habe die Landeshauptstadt vor rund zwei Jahren ausgerechnet am Bahnhof Olympiazentrum ein Pilotprojekt starten wollen. Eine Trennwand mit eingebauten Türen sollte den Zugang zum Gleis erst ermöglichen, sobald eine U-Bahn eingefahren sei. Aus finanziellen Gründen habe die Stadt dem Bericht zufolge das Projekt jedoch verschoben.
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