Aufatmen in der CSU: Wäre am Sonntag Landtagswahl in Bayern, kämen die Christsozialen auf 41 Prozent der Stimmen. Ein besseres Umfrageergebnis gab es zuletzt Ende Mai. Damit könnte die CSU nicht nur das Ergebnis aus dem Juli deutlich verbessern (plus vier Prozentpunkte), sondern zugleich den Vorsprung auf die AfD wieder ausbauen. Die Rechtspopulisten rutschen von 22 auf 20 Prozent, liegen jedoch im Bayern-Monitor des Meinungsforschungsinstituts Civey, mit dem unsere Redaktion kontinuierlich das Stimmungsbild in Bayern untersucht, nun schon seit Ende Juni über der 20-Prozent-Marke.
Hinter CSU und AfD könnten die Grünen den dritten Rang im Freistaat festigen: 13 Prozent der Bayerinnen und Bayern würden ihr Kreuz bei der Öko-Partei machen, die sich damit leicht verbessern würde. Die Freien Wähler, Koalitionspartner der CSU, schwächeln weiter. Nur neun Prozent der Stimmen könnte die Partei von Hubert Aiwanger auf sich vereinen. Zum Vergleich: Im März dieses Jahres lagen die Freien Wähler noch bei zwölf Prozent und konkurrierten um den zweiten Rang im Freistaat. Nun drohen sie gar von der bayerischen SPD überholt zu werden. Die Sozialdemokraten könnten sich um einen Prozentpunkt auf acht Prozent verbessern. BSW (zwei Prozent), Linke und FDP (jeweils ein Prozent) scheinen endgültig in der Bedeutungslosigkeit angekommen und würden den Einzug in den bayerischen Landtag deutlich verpassen.
Markus Söder kann vom Aufwind der CSU nicht profitieren – im Gegenteil
Ministerpräsident Markus Söder profitiert indes nicht vom Aufwind seiner Partei. 48 Prozent der Menschen in Bayern geben an, unzufrieden mit der Arbeit des CSU-Chefs zu sein. Ein Drittel sei sogar „sehr unzufrieden“, wie eine weitere Civey-Umfrage zeigt. 41 Prozent der Befragten stellen Söder hingegen ein gutes Zeugnis aus. Der Rest ist unentschlossen. Im Vergleich zum Juli verliert er damit deutlich an Zustimmung: Der Anteil der Unzufriedenen ist um drei Prozentpunkte gewachsen. Schwächere Werte hatte Söder zuletzt vor mehr als drei Monaten.
Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die Frage "Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl in Bayern wäre?" wurden im Zeitraum vom 30. Juli 2025 bis 14. August 2025 die Antworten von 5000 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt. Für die Frage "Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder?" wurden im Zeitraum vom 17. Juli 2025 bis 14. August 2025 die Antworten von 4908 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 2,5 bzw. 2,6 Prozent.
Das ist unser Bayern-Monitor
Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey untersuchen wir in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.
Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.
Zu den Fragen des Bayern-Monitors gelangen Sie auch hier:
- Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl in Bayern wäre?
- Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsident Söder?
- Welches dieser Themen ist Ihnen gegenwärtig besonders wichtig?
- Wie sicher fühlen Sie sich in Bayern?
Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.
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