München: ADFC Fahrraddemo am 14. Juni – Informationen, Übersicht, Einschränkungen
München und Umland
ADFC-Fahrraddemo legt Münchner Innenstadt Mitte Juni lahm
ADFC München ruft am 14. Juni zur großen Fahrraddemo auf und fordert mehr Sicherheit für Radfahrende. Die Aktionen führen zu Einschränkungen im Stadtgebiet und Umland.
Am 14. Juni veranstaltet der ADFC München eine Fahrraddemo. Sie fordern sichere und gute Radverkehrsbedingungen.Foto: Henning Kaiser, dpa (Symbolbild)
Mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, ist in Städten nicht immer ungefährlich. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) München fordert deshalb, dass das Fahrradfahren in München sicherer wird – vor allem für Kinder. Deshalb organisiert der ADFC am Sonntag, 14. Juni, eine Fahrraddemonstration, auch Radsternfahrt genannt. Wer an der Aktion teilnehmen kann und wie sich die Fahrraddemo auf den Münchner Verkehr auswirken wird.
ADFC-Radsternfahrt: Das sind die Forderungen der Demonstrierenden
Das diesjährige Motto der Demonstration lautet „Die Zukunft fährt Rad“. Der Blick liege laut dem ADFC auf guten und sicheren Radverkehrsbedingungen – vor allem für Kinder, die auf ihren Fahrrädern unterwegs sind. Andreas Schön, 1. Vorsitzender des ADFC München sagt dazu: „Nur mit einer gut ausgebauten Radverkehrsinfrastruktur können Kinder im frühen Alter unbeschwert Fahrrad fahren lernen. Selber in die Pedale treten, mit dem Rad zur Schule fahren und schließlich mit Freunden die ersten Runden drehen – das sind Meilensteine in der Entwicklung von Kindern. Auch die Kleinsten müssen selbstverständlich und sicher auf dem Fahrrad unterwegs sein können.“
Hintergrund der Demonstration ist laut dem ADFC, dass die unsicheren Bedingungen für Fahrradfahrer auf den Straßen das größte Hemmnis für Menschen seien, ihr Fahrrad zu nutzen. Der Anteil an Fahrradfahrern an allen Verkehrsopfern steige.
Deshalb stellt der ADFC in seiner Mitteilung mehrere Forderungen für sichere Radwege:
Sichere, vom Kfz-Verkehr getrennte Radwege.
Lückenlose Radwegenetze ohne gefährliche Unterbrechungen.
Geschützte Kreuzungen, die Kinder sicher überqueren können.
Breite Radwege, damit Familien nebeneinander fahren können.
Freie Geh- und Radwege ohne falsch parkende Kfz.
Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der Stadt.
Gut sichtbare und sichere Schulradwege.
Autofreie Zonen vor Schulen und Kitas.
Mehr Platz fürs Rad statt für parkende Autos.
Der ADFC fordert bei seiner Radsternfahrt sichere Radverkehrsbedingungen – vor allem für Kinder.Foto: Ralf Hirschberger, ZB/dpa (Symbolbild)
Fahrraddemo in München: Wer an der Aktion teilnehmen kann
Kinder unter 14 Jahren dürfen nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten an der Demonstration teilnehmen. Fußgängerinnen, Skateboardfahrer oder Menschen auf weiteren Transportmitteln dürfen sich laut ADFC nicht in die Züge einreihen.
Auf der Autobahn dürfen nur Fahrradfahrer fahren, die mindestens mit einer Geschwindigkeit von 12 Kilometern pro Stunde unterwegs sind. Hunde dürfen grundsätzlich nicht mitgenommen werden. Außerdem gibt es für die Sternfahrt vonseiten des ADFC klare Regeln und Abläufe. Teilnehmende können sich auf der Internetseite über die Details informieren.
ADFC-Radsternfahrt: So läuft die Fahrraddemo ab
Wie der ADFC mitteilt, werden an dem Tag der Demo insgesamt 14 Demozüge von der Polizei begleitet. Die Startpunkte verteilen sich in ganz München und der Metropolregion. Außerdem werden die Fahrradstrecken unterschiedlich lang sein. Dabei bleibt es den Teilnehmenden überlassen, wo sie sich einem der Züge anschließen. Damit alle Demonstrierenden ihre Fahrt am Königsplatz beenden, vereinen sich ihre Wege entlang der Route. Auf dem Münchner Königsplatz beginnt gegen 15.30 Uhr ein Bühnenprogramm – unter anderem mit Musik. Außerdem soll es dort Stände geben.
Zum ersten Mal nimmt an der Fahrraddemo mit Dominik Krause (Grüne) ein Münchner Bürgermeister teil. Krause werde sich demnach einem der Demozüge anschließen und das Grußwort bei der Abschlusskundgebung auf der Bühne halten. Gegen 17 Uhr soll die Demonstration enden.
Fahrraddemo: Diese Auswirkungen erwarten Autofahrer
Da es am 14. Juni mehrere Demozüge geben wird, müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer in ganz München und zum Teil auch weit darüber hinaus auf Einschränkungen einstellen. Jeder Zug wird von der Polizei begleitet. Teile der Strecken sind schon ab 9 Uhr frühs betroffen. Die Polizei sperrt den Verkehr im jeweiligen Abschnitt für die Dauer der Fahrten. Laut Angaben des ADFC sollen die Züge allerdings kompakt sein.
Außerhalb Münchens gibt es zehn Startpunkte. Die Sternfahrten in Augsburg, Freising und Rosenheim starten. Folgende Startpunkte gibt es außerdem:
Freising
Startpunkt: P+R Bahnhof Süd
Aufstellung: 9.10 Uhr
Länge: rund 74 Kilometer
Markt Schwaben
Startpunkt: Bahnhofstraße
Aufstellung: 10.35 Uhr
Länge: rund 58 Kilometer
Grafing
Startpunkt: Stadtpark
Aufstellung: 11.15 Uhr
Länge: rund 48 Kilometer
Rosenheim
Startpunkt: P+R Bahnhof Süd
Aufstellung: 9.30 Uhr
Länge: rund 74 Kilometer
Holzkirchen
Startpunkt: Marktplatz
Aufstellung: 11.10 Uhr
Länge: rund 51 Kilometer
Wolfratshausen
Startpunkt: Bahnhof, Westausgang
Aufstellung: 11 Uhr
Länge: rund 42 Kilometer
Tutzing
Startpunkt: Bahnhof, Westausgang
Aufstellung: 11.20 Uhr
Länge: rund 49 Kilometer
Herrsching
Startpunkt: Bahnhofplatz
Aufstellung: 11.25 Uhr
Länge: rund 48 Kilometer
Augsburg
Startpunkt: Königsplatz
Aufstellung: 9 Uhr
Länge: rund 84 Kilometer
Petershausen
Startpunkt: P+R Bahnhof Süd
Aufstellung: 10.10 Uhr
Länge: rund 58 Kilometer
Die Polizei empfiehlt, die genannten Routen der Fahrradzüge für die eigenen Fahrten zu berücksichtigen und das Auto bei Möglichkeit ganz stehen zu lassen beziehungsweise Wartezeiten in Kauf zu nehmen.
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