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München: Rücktritt von OB Dieter Reiter von seinen Posten beim FC Bayern München

München

Dieter Reiter tritt nach Wahl-Dämpfer von seinen Posten beim FC Bayern zurück

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    Bei der Meisterfeier im Mai 2025 stand OB Dieter Reiter (SPD, links) neben FC-Bayern-Star Harry Kane.
    Bei der Meisterfeier im Mai 2025 stand OB Dieter Reiter (SPD, links) neben FC-Bayern-Star Harry Kane. Foto: Daniel Löb, dpa

    Die Kommunalwahl lief für Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) deutlich schlechter als erhofft. Mit 35,6 Prozent der Stimmen erhielt der 67-Jährige rund zwölf Prozentpunkte weniger Zustimmung als noch im Jahr 2020. Einer der Gründe für das Abschneiden könnte eine Kontroverse um seine Person gewesen sein, die noch kurz vor der Wahl hohe Wellen schlug. Reiter zog daraus am Mittwoch Konsequenzen.

    Dieter Reiter gibt seine Mandate beim FC Bayern ab

    Der SPD-Politiker tritt von seinen Posten beim FC Bayern München zurück. „Das Vertrauen der Münchnerinnen und Münchner ist mir wichtiger als Mandate oder Vergütungen. Ich hoffe sehr, dass das durch diese Entscheidung deutlich wird“, teilte er dazu schriftlich mit. Die Entscheidung sei ihm als „Bayernfan seit Kindheit“ nicht leicht gefallen.

    Weiter erklärte er zur Begründung: „In den vergangenen Tagen ist mir sehr klar geworden – und die Münchnerinnen und Münchner haben es mir auch deutlich zu verstehen gegeben – dass ich hier eine eindeutige und unzweifelhafte Entscheidung treffen muss.“ Er habe den Verein informiert, dass er sowohl auf den Posten im Aufsichtsrat als auch auf das Amt des Vorsitzenden sowie auf die Mitgliedschaft im Verwaltungsrat mit sofortiger Wirkung verzichte.

    Die Vergütungen, die er vom FC Bayern erhalten hatte – und laut eigenen Angaben ordnungsgemäß versteuert habe –, will Reiter nun dem sozialen Projekt „Mini München“ und dem Verein „Bunt kickt gut“ spenden. Es gehe dabei um 90.000 Euro.

    Bereits zuvor war durch den Bayerischen Rundfunk (BR) bekannt geworden, dass Reiter diesen Schritt erwog. Wenige Tage vor der OB-Wahl am Sonntag war öffentlich geworden, dass Reiter seit Ende des Jahres 2020 jährlich rund 20.000 Euro als Verwaltungsratsmitglied des deutschen Fußball-Rekordmeisters erhält. Diese Nebeneinkünfte hatte er sich zuvor nicht vom Stadtrat genehmigen lassen.

    Dieter Reiter: Kontroverse um Posten beim FC Bayern und deren Vergütung

    Zudem war Reiter auch im Aufsichtsrat beim FC Bayern – obwohl er das in einer Stadtratssitzung zunächst bestritten und davon gesprochen hatte, nur als Gast an einer Sitzung teilgenommen zu haben. Noch vor der Wahl hatte er die Aussage öffentlich korrigiert und sich entschuldigt.

    Im BR-Magazin „Kontrovers“ kündigte Reiter vorab an, dass er überlege, die Mandate zurückgeben zu wollen. Er denke intensiv darüber nach, auf das Mandat im Aufsichtsrat des FC Bayern zu verzichten, gab der BR die Worte des SPD-Politikers wieder. Er wolle Glaubwürdigkeit wiederherstellen, indem er überlege, wie und ob er die kritisierten Mandate in Zukunft ausüben wolle.

    OB-Wahl München: Reiter muss gegen Krause (Grüne) in die Stichwahl

    Reiter hatte bei der Wahl des Münchner Oberbürgermeisters zwar die meisten Stimmen erhalten, jedoch deutlich weniger als erwartet. Er muss nun am 22. März in die Stichwahl gegen Dominik Krause (Grüne), zweiter Bürgermeister, der mit 29,5 Prozent die zweitmeisten Wählerstimmen auf sich vereinen konnte.

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