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München
05.08.2022

Streit um Homöopathie in Bayern: „Wer heilt, hat recht“

Ein Kügelchen gegen Kopfweh, eines gegen Bauchschmerzen: Viele Menschen schwören auf homöopathische Arzneimittel, andere halten sie für Humbug. (Symbolbild)
Foto: Patrick Pleul,dpa

Plus Um das Thema Homöopathie wird wieder einmal gerungen, auch in Bayern. Es gibt Forderungen, dass die Therapie nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden sollte.

Anhänger der Homöopathie erleben derzeit erheblichen Gegenwind. Nicht nur, dass die Delegierten des Deutschen Ärztetages im Mai 2022 die Homöopathie aus der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer gestrichen haben, weswegen künftig die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ als Spezialisierung (sie findet sich auf Praxisschildern) nicht mehr erworben werden kann. Auch von politischer Seite gibt es Druck: Unlängst forderte der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Johannes Vogel angesichts der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung die Streichung der Homöopathie als Kassenleistung. Der Grund: Homöopathie sei nachweislich wissenschaftlich nicht wirksam.

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05.08.2022

Ich weiß nicht, warum das eine lohnende Debatte sein soll, und gerade in einer Zeit von ersichtlich wichtigeren Herausforderungen. Es geht um Mini-Beträge im Budget der Krankenkassen. Das Einsparungs-Argument ist besonders besinnungslos, zumal die Kassen ja selbst ein Interesse haben, mit wenig Geld Heilungserfolge zu finanzieren, die ansonsten x-fach teurer wären. Zudem wird den Versicherten ohnehin schon zugemutet, die Hauptsache selber zu zahlen. Oft übersteigen die Preise für Homöopathica ja sowieso nicht den Eigenanteil. Man muss sich da schon fragen, wem die Debatte eigentlich nützt. In Frage kommt da eigentlich nur die Pharma-Industrie. Ihr kommt die zunehmende Akzeptanz der Homöopathie nicht zu pass, zumal der Markt der ja grundsätzlich rezeptfreien Homöopathica stärkeres Wachstum hat als der Marktsegment der rezeptfreien Pharma-Mittel. Zudem stehen die rezeptfreien Homöopathica ja in Konkurrenz auch zu rezeptpflichtigen Pharma-Produkten. In Rechnung zu stellen ist auch, dass die Pharma-Industrie fleißig Gutachten erstellen lässt, immer -zumindest auch- im eigenen wirtschaftlichen Interesse, und Gutachten je nach Interessenlage publik werden lässt oder gerne unter Verschluss hält. Besinnungslos auch das schon oft widerlegte Argument, dass Homöopathica keine nachweisbare Wirkung hätten und rein wissenschaftlich schon keine Wirkung haben könnten. Es fehlt nur an der wissenschaftlichen Nachweisbarkeit des Wirkmechanismus. Aber muss man den wirklich kennen, um ohne Nebenwirkungen Heilung oder zumindest Linderung zu erfahren? Viel wichtiger ist doch, zu wissen, was wirkt und was nicht. Wenn die heutige Wissenschaft den Wirkungsmechanismus nicht erklären kann - könnte es nicht sein, dass die Dogmen der Wissenschaft zu eng sind? Das wäre wissenschaftliche Haltung!

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05.08.2022

Schluss mit diesem Hokuspokus und mehr Geld für aufmerksame und gründliche ärztliche Behandlungen!
Es gibt nur einen Placebo-Effekt, aber keinen Nachweis für die Wirkung von Homöopathie.

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05.08.2022

Falsch, Hr. Dr. Berger. Der Effekt der Homöopathie auf Tiere (und Babys/Kleinkinder) ist wissenschaftlich hinlänglich geklärt und nennt sich Placeby-py-proxy. Nicht die Homöopathie heilt hier, sondern die Zuwendung und Aufmerksamkeit, die auch Tiere und Kinder verspüren und die sich positiv auf deren Genesung auswirkt.

Und das sollte im Grunde genommen auch eher im Focus von Politik und Krankenkassen liegen: die Gewährleistung einer anständigen ärztlichen Versorgung, im Rahmen derer sich der Arzt Zeit für seine Patienten nehmen kann!

Pseudomedizische Verfahren dagegen sollten heutzutage keine Solidarleistung mehr sein.

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