Die ÖPNV-Streiks in Bayern treffen München besonders hart. Anders als in zehn anderen bayerischen Städten wird in der Landeshauptstadt nicht nur am Donnerstag, 19. März, gestreikt. Verdi hat Mitarbeiter der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) schon am vorherigen Dienstag und Mittwoch zu Warnstreiks aufgerufen. Schon an diesen Tagen mussten Passagiere mit Einschränkungen im Nahverkehr rechnen. Auch für Fußballfans wurde die Anreise zum Champions-League-Spiel zwischen dem FC Bayern München und Atalanta Bergamo erschwert, auch wenn U-Bahnen der Linie 6 fuhren.
ÖPNV-Streiks in München am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag
Am Dienstag, 17. März, hatte die Gewerkschaft Verdi laut der MVG die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MVG-Leitstelle und des Fahrgastservice zum Streik aufgerufen. An diesem Tag richtete sich der Streikaufruf nicht an die Fahrerinnen und Fahrer von Bus, Tram und U-Bahn. Der Streik sei laut der MVG bislang ohne Auswirkungen geblieben. Bei U-Bahn, Bus und Tram habe es keine Ausfälle gegeben, teilte die Verkehrsgesellschaft der dpa mit.
Am Mittwoch waren dann alle Tarifbeschäftigten der MVG und der Stadtwerke München (SWM) im Ressort Mobilität ab 11 Uhr zum Streik aufgerufen, die Arbeit niederzulegen, das gleiche gilt für den kompletten Donnerstag, 19. März. Davon sind in München U-Bahn, Tram und alle Buslinien bis zur Nummer 199 betroffen.Nicht bestreikt werden die S-Bahn, die Regionalzüge und die Regionalbuslinien des MVV. Voraussichtlich erst ab Freitag, 20. März, wenn der Streik beendet ist, kommt der Münchner Nahverkehr zum regulären Betrieb zurück.
Busse ermöglichen in München laut MVG eine Grundversorgung
Am Donnerstag kam der ÖPNV in München zwar weitestgehend zum Erliegen, doch einige Buslinien würden trotzdem eine Grundversorgung im Stadtgebiet ermöglichen, so die MVG. Bei den Straßenbahnen fuhr die Linie 20 im 10-Minuten-Takt und die Linie 25 im 20-Minuten-Takt. Die U-Bahnen waren zwischen Sendlinger Tor und Münchner Freiheit in Betrieb.
Trotz des Notfallplans empfahl die MVG, an den Streiktagen, wenn möglich, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Home Office einzuplanen.
Der Streik endete in München mit Betriebsschluss in der Nacht zum Freitag. Auch am Wochenende sind keine weiteren Arbeitsniederlegungen in der Landeshauptstadt geplant – anders als in anderen Städten.
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