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Nach Abstieg von TSV 1860 München: Fans wollen Geld zurück – „Uns ist die Tragweite bewusst“

Regionalliga

Nach 1860-Abstieg: Fans wollen Geld zurück – „Uns ist die Tragweite bewusst“

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    Fans des TSV 1860 München fordern nach dem Zwangsabstieg das Geld für ihre Ticketkarten zurück. (Symbolbild)
    Fans des TSV 1860 München fordern nach dem Zwangsabstieg das Geld für ihre Ticketkarten zurück. (Symbolbild) Foto: Christoph Reichwein, dpa

    Lange hatte der Verein gezittert, seit Mittwoch (3. Juni 2026) ist klar: Der TSV 1860 München muss in die Regionalliga absteigen. Grund dafür ist eine verweigerte Zahlung ihres umstrittenen Investors Hasan Ismaik. Dieser kündigte an, kein weiteres Geld in den Klub investieren zu wollen. Die Reaktion des Vereins folgte schnell: Der Kooperationsvertrag mit dem Investor wurde mit sofortiger Wirkung gekündigt.

    Auch eine Reaktion der Fans ließ nicht lange auf sich warten. In den sozialen Medien meldet sich die Fanvereinigung „Westkurve 1860 München“ zu Wort. „Durch die Kündigung des Kooperationsvertrags verliert die KGaA die Lizenz, die Mannschaft in der kommenden Saison zu stellen. Somit verlieren alle Jahreskarten, die von der KGaA ausgegeben werden, ihren Wert“, heißt es in einem Fan-Schreiben. Daher habe man sich dazu entschlossen, „die Bestellungen für alle erworbenen Dauerkarten für die 3. Liga Saison 26/27“ zurückzufordern.

    Nach Zwangsabstieg von TSV 1860 München: Fans fordern Geld für Dauerkarten zurück

    Hintergrund: Die Profi-Fußballabteilung von 1860 ist in eine eigene Gesellschaft (KGaA) ausgelagert, die den Spielbetrieb der Profis sowie Teile des Nachwuchses (unter anderem U21 und U19) organisiert. Seit 2011 sind sowohl der e.V. als auch die HAM/Hasan Ismaik Gesellschafter, wobei die Geschäftsführung über eine GmbH letztlich beim e.V. liegt. Die Fans wollen sich mit diesem Schritt nun gegen die KGaA stellen, nicht aber gegen den e.V.

    „Uns ist die Tragweite dieser Entscheidung bewusst“, betont der Dachverband der Löwen-Fans – auch wenn man weder dem Verein noch Mitarbeitenden Schaden zufügen wolle. Diesbezüglich werden in der Kommentarspalte jedoch Zweifel laut. „Warum schadet ihr eurem Verein jetzt eigentlich noch mehr? Ismaik ist weg, nehmt als Zeichen des Neustartes“, lautet etwa ein Kommentar.

    Doch der Fan-Club betont: „Wir sehen diesen Schritt vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen als alternativlos an.“ Ein vorgefertigtes Schreiben zur Beantragung einer Kaufpreis-Erstattung liefern die Fans gleich mit. Man lade alle ein, „diesen Schritt mit uns gemeinsam zu gehen“.

    Fans des TSV 1860 München rufen zu Rücktritts-Aktion auf

    Zudem werde davon ausgegangen, dass der Verein neue Dauerkarten herstellt, welche die Fans entsprechend erwerben könnten, heißt es in den Kommentaren. Man kündige also nur aufgrund der Insolvenz die Dauerkarte beim KGaA, um sie dann erneut über den eingetragenen Verein zu kaufen.

    Ob das wirklich den Plänen des Klubs entspricht, ist bislang unklar. Der Verein selbst schreibt im Netz: „Wir arbeiten derzeit intensiv an einer Lösung, um eine angemessene Kompensation für bereits bezahlte Dauerkarten zu finden. Dabei steht die Zufriedenheit unserer Dauerkarteninhaber für uns im Fokus. Sobald die Details feststehen, werden wir alle Betroffenen umgehend informieren und bitten bis dahin um Verständnis und Geduld.“

    Verein wendet sich nach Zwangsabstieg mit Bitte an die Fans

    Gleichzeitig wendet sich der Verein auf seiner Website mit einer Bitte an die Fans: „Jetzt ist nicht die Zeit, sich abzuwenden. Jetzt ist die Zeit, zusammenzurücken und zu kämpfen“, heißt es dort. Dabei zähle jede Unterstützung, egal ob auf den Rängen, in den sozialen Medien, bei Veranstaltungen, durch Mitgliedschaften oder durch ein klares Bekenntnis zu den Löwen.

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